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Wissen & Umwelt

Notruf für durstige Pflanzen

Magnetsonde misst Wasserversorgung von Pflanze (Foto: Ulrich Zimmermann, Uni Würzburg)

Bitte ein Wasser!

Wasser ist eine begrenzte Ressource. Eine knappe Ressource. Die Uni Würzburg macht bald das Wassersparen in der Landwirtschaft leichter. Forscher des Biozentrums der Uni haben eine neue Magnetsonde entwickelt, die kontrollieren soll, wie gut eine Pflanze mit Wasser versorgt ist und ob sie Nachschub braucht.

Wenn Pflanzen schlapp machen

Die neue Sonde misst direkt am Blatt, wann die Pflanze schlapp macht und Wasser braucht. Dazu wird ein druckempfindlicher Chip mit zwei Magneten an ein Blatt geklemmt. Ist eine Pflanze gut mit Wasser versorgt, sind ihre Blätter prall und der Chip registriert wenig Druck. Sobald das Blatt aber Wasser verliert, steigt der Druck.

High-tech im Gemüsebeet

Die gemessenen Werte laufen über ein Kabel zu einem Handy-großen Transmitter, der an den Zweigen der Pflanze befestigt ist. Er funkt die Messwerte zu einer Kontrolleinheit, die speichert die Daten, speist sie ins Internet ein oder sendet sie direkt aufs Handy. Dann kann ein Landwirt oder Weinbauer sofort sehen, ob Alarm angesagt ist und die Pflanze mehr Wasser braucht.

Blumen gießen vom Wohnzimmer aus

In der Bewässerungstechnik gibt es zwar schon Sensoren, die die Wasserversorgung in der Landwirtschaft überwachen, aber das sind Bodensensoren, die den Feuchtigkeitsgehalt der Erde bestimmen. Die neuen Magnetsonden messen den tatsächlichen Wasserbedarf einer Pflanze präziser. Nach Schätzungen der Würzburger Forscher könnten Landwirte damit rund 30 Prozent Wasser sparen.

Autorin: Marlis Schaum / http://idw-online.de

Redaktion: Ulrike Wolpers