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Zum Glücklichsein braucht es keine Palmen

Norweger sind die glücklichsten Menschen

Zu diesem Ergebnis kommt der Weltglücksreport. Kälte und ein langer und dunkler Winter sind da kein Hindernis. Wohlstand, Freiheit und ein "gutes Leben" zählen mehr. Das macht auch ein Blick auf die "Verfolger" deutlich.

Zum fünften Mal hat eine Gruppe internationaler Experten den Weltglücksbericht veröffentlicht. Einmal stand die Schweiz an der Spitze, gleich dreimal Dänemark - aber nun Norwegen. Im vergangenen Jahr hatte das skandinavische Land noch auf dem vierten Rang gelegen.

Glückliche Wikinger-Nachfahren

Gleich vier der Top-Five-Ränge im World Happiness Report 2017 sind - jedenfalls wenn man dem Bericht Glauben schenkt - vom hohen Norden belegt: Neben Norwegen noch Dänemark, Island und Finnland, dazwischen konnte sich nur die Schweiz auf Rang vier behaupten. Dahinter kommen die Niederlande, Kanada, Neuseeland, Australien und Schweden.

Deutschland stagniert auf Platz 16 - hinter unter anderem den USA, Israel und Costa Rica. Andere westliche EU-Staaten schneiden schlechter ab als die Bundesrepublik: Großbritannien sehen die Forscher auf Rang 19, Frankreich nur auf Platz 31 im Ranking.

Schlusslicht Zentralafrikanische Republik

Die meisten der 30 hintersten Ränge belegen Staaten in Afrika. Schlusslicht ist die Zentralafrikanische Republik. Kaum glücklicher sind laut dem Bericht die Menschen in Südsudan, Liberia, Guinea, Togo, Ruanda, Tansania und Burundi. Schlecht schneiden auch Syrien, Afghanistan, Haiti, die Ukraine und der Jemen ab.

Sorgenfreies Leben macht glücklich

Für den fünften Weltglückbericht haben internationale Forscher 155 Länder untersucht. Die Auswertung verbindet unter anderem Länderdaten mit Befragungen über die Selbstwahrnehmung ihrer Bewohner. Er berücksichtigt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, die durchschnittliche Lebenserwartung, die gefühlte Unterstützung aus dem eigenen sozialen Umfeld oder Vertrauen in Regierung und Unternehmen mit Blick auf Korruption. Es geht auch um die von den Befragten empfundene Freiheit, grundlegende Entscheidungen für das eigene Leben treffen zu können. Negative Faktoren wie Sorgen, Trauer und Wut spielen auch eine Rolle.

Der Weltglücksbericht wurde in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen erstmals 2012 veröffentlicht. Heute stehen vor allem Professor Jeffrey Sachs von der New Yorker Columbia University und eine Gruppe internationaler Experten dahinter. Ihnen zufolge hängt das Glücksempfinden der Menschen vor allem von den Faktoren Fürsorge, Freiheit, Großzügigkeit, Ehrlichkeit, Gesundheit, Einkommen und gute Regierungsführung ab. Der diesjährige Bericht stützt sich auf Daten aus den Jahren 2014 bis 2016.

qu/as (dpa, rtre)

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