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Analog/Digital

Norwegen schaltet UKW-Radios ab

Norwegen hat mit der Abschaltung der analogen Radio-Übertragung begonnen. Es ist das erste Land weltweit, das die UKW-Übertragung einstellt. Doch digitales Radio gibt es noch längst nicht überall.

Andere Länder wollen Norwegens Beispiel folgen: Großbritannien, Dänemark und die Schweiz erwägen derzeit die Abschaltung der Ultrakurzwelle (UKW). Nachfolger des analogen Radios in Norwegen wird das Standard-Digitalradio Digital Audio Broadcasting, kurz DABplus. Bis zum Ende des Jahres sollen alle privaten und öffentlich-rechtlichen Radioprogramme des Landes umgestellt werden. Schätzungen zufolge müssen allerdings noch mehr als zwei Millionen Autoradios für den DABplus-Empfang umgerüstet werden. Kritiker halten den Abschalttermin daher für zu früh: Sie fürchten, dass wichtige Warnhinweise nicht mehr alle Verkehrsteilnehmer erreichen.

Die Entscheidung, komplett auf digitales Radio umzusteigen, hatte das norwegische Parlament kurz vor Weihnachten 2016 endgültig abgesegnet. Besserer Empfang und mehr Sender seien die Hauptargumente. DABplus-Befürworter argumentieren zudem, digitales Radio sei deutlich günstiger als die Ausstrahlung via UKW. Auch die Tonqualität sei besser.

Ende des analogen Radios auch in Deutschland

In Deutschland ist UKW derzeit noch die am weitesten verbreitete Übertragungsart. Doch auch hier soll langfristig digitalisiert werden, bisher jedoch ohne konkreten Zeitplan. Während ARD und Deutschlandradio für eine baldige Umstellung sind, beharrt der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) auf dem Erhalt verschiedener Empfangswege. Die Privatsender befürchten hohe Kosten für die Umstellung. Laut dem aktuellen Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten gibt es bisher in nur rund 14 Prozent der deutschen Haushalte ein DABplus-fähiges Radio.

jv/sti (dpa, epd)