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Kultur

Norwegen gewinnt Eurovision Song Contest

Der 23-jährige Alexander Rybak gewinnt den Grand Prix für Norwegen. Deutschland landet weit abgeschlagen auf Platz 20. Zweiter und Dritter sind Island und Aserbaidschan.

Alexander Rybak (Foto: AP)

Alexander Rybak begeisterte die Zuschauer

And the winner is … Norwegen. Mit dem Song "Fairytale" (Märchen) gewann Alexander Rybak am Samstag (16.05.2009) das Finale des Eurovision Song Contest in Moskau. Der 23-jährige Sänger und Geiger holte damit den dritten Sieg für sein Land in der Geschichte des Grand Prix. "Fairytale" handelt von der ersten Liebe des Sängers, der das Lied selbst komponiert und getextet hat. "Ich weiß, dass viele eine bessere Stimme haben als ich, aber mein Trumpf ist, dass ich es liebe und weiß, Geschichten zu erzählen", sagte der gebürtige Weißrusse vor seinem Auftritt.

Patricia Kaas umjubelt

Yohanna (Foto: AP)

Trat für Island an: Yohanna

Ryback bekam für seinen Auftritt 387 Punkte und landete damit weit vor Sängerin Yohanna aus Island, die mit 218 Punkte Platz zwei erreichte. Platz drei ging an das Duo Aysel und Arash aus Aserbaidschan, die mit dem orientalisch angehauchten Popsong "Always" 207 Punkte einfuhren. Ein Höhepunkt des Eurovision Song Contest war der Auftritt von Patricia Kaas. Die französische Chanson-Sängerin löste allein durch ihre Anwesenheit auf der Bühne einen Begeisterungssturm aus. Und Musical-König Andrew Lloyd Webber ("Phantom der Oper") begleitete die Britin Jade Ewen persönlich am Klavier.

Deutsche verbessern sich leicht

Aysel and Arash (Foto: AP)

Platz drei ging an Aysel and Arash aus Aserbaidschan

Die deutschen Teilnehmer landeten weit abgeschlagen auf dem 20. Platz. Angetreten war das Duo Alex Swings Oscar Sings mit der Swing-Nummer "Miss Kiss Kiss Bang". Mit dabei war auch die US-Erotik-Tänzerin Dita von Teese, Ex-Frau von Schockrocker Marilyn Manson, die allerdings auf Bitten der Veranstalter weniger Busen zeigte als in der ersten Probe. Deutschland schnitt mit dem von Alex Christensen produzierten Stück nur leicht besser ab als im vergangenen Jahr. Damals war die Band "No Angels" auf dem letzten Platz gelandet.

Sieger protestiert gegen Polizeigewalt

Alex Swings Oscar Sings mit Dita von Teese (Foto: AP)

Alex Swings Oscar Sings mit Dita von Teese

Vor dem Grand-Prix-Finale hatte die Moskauer Polizei gewaltsam eine Demonstration von Homosexuellen auseinandergetrieben und etwa 40 Aktivisten verhaftet, die für die Rechte von Schwulen und Lesben demonstrieren wollten. Grand-Prix-Gewinner Alexander Rybak kritisierte nach seinem Sieg die Polizei. "Aber wir hatten in der Halle heute die größte Schwulenparade überhaupt", sagte er mit Blick auf die zahlreichen schwulen und lesbischen Fans.

120 Millionen Zuschauer verfolgten nach Angaben der Veranstalter den Musik-Wettbewerb. Insgesamt waren 42 Länder ins Rennen gegangen. Nach dem Halbfinale mussten aber 17 gehen. Georgien durfte gar nicht teilnehmen, weil es mit dem gegen Russlands Regierungschef Wladimir Putin gerichteten Song "We Don't Wanna Put In" antreten wollte. Anders als früher konnten diesmal in allen Teilnehmerländer eine Jury und die Fernsehzuschauer je zur Hälfte über die Punktevergabe entscheiden. (det/haz/ap/dpa)

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