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Fußball

Norwegen folgt Deutschland ins EM-Finale

Der deutsche Finalgegner ist gefunden: Die Fußballerinnen Norwegens bezwingen Dänemark und ziehen in das EM-Endspiel in Schweden ein. Gegen Norwegen hat die DFB-Elf noch eine Rechnung offen.

Marit Christensen jubelt mit ihren Teamkameradinnen. (Foto: JONATHAN NACKSTRAND/AFP/Getty Images)

Die Norwegerinnen jubeln nach dem 1:0

Am Ende entschieden die Nerven, denn die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen. Und dort wurde Norwegens Torhüterin Ingrid Hjelmseth zur Matchwinnerin: Sie hielt gleich den ersten Elfmeter fest, auch den zweiten konnte sie parieren. Den entscheidenden Elfmeter für Norwegen schoss Trine Rønning und so gewann Norwegen gegen Dänemark mit 4:2 (1:1, 1:1, 1:0). Die Entscheidung hätte allerdings auch früher fallen können.

Denn das zweite EM-Halbfinale begann mit einem Paukenschlag: Nach einer Ecke nutzte die Norwegerin Marit Christensen die kollektive Unachtsamkeit der dänischen Abwehr, hielt einfach nur ihren Kopf hin und bejubelte kurz danach das 1:0 in der dritten Minute. Mit der Führung im Rücken beschränkte sich Norwegen auf das Verteidigen, ließ Dänemark kommen und lauerte auf Konter. Die Däninnen zogen ihr bekanntes Kurzpassspiel auf, spielten sich bis zum Strafraum, kamen aber nicht zum Abschluss. Norwegen war gefährlicher: Ada Hegerberg beeindruckte mit einer famosen Einzelaktion, in der sie sich mit einem Hackentrick an ihrer Gegenspielerin vorbeimogelte und dann kraftvoll abschloss, aber nur die Querlatte traf.

Ausgeglichene Partie

Im zweiten Durchgang lieferten sich beide Teams ein turbulentes Duell. Dänemark versucht viel, verfehlte aber stets das Tor. Auf der anderen Seite stand die 18-jährige Caroline Hansen plötzlich allein vor dem Tor, konnte den Ball aber nicht an Torhüterin Peterson vorbei über die Linie schieben. Eine ähnlich aussichtsreiche Chance vergab die eingewechselte Elise Thorsnes - Norwegen hätte zu diesem Zeit das Spiel entscheiden können und müssen. Es kam, wie es kommen musste: Dänemark belohnte seine Mühe mit dem Ausgleich kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit. Gajhede Knudsen schoss das 1:1 (87.), das zur Verlängerung führte. Dort fielen keine Tore, das Elfmeterschießen brachte die Entscheidung. 

Die Däninnen waren als einer der zwei besten Gruppendritten nur wegen eines Losentscheides in die K.o.-Phase gekommen: Sie hatten genauso viele Punkte wie Russland gesammelt, das Los musste entscheiden. Im Viertelfinale setzten sie sich im Elfmeterschießen gegen die starken Französinnen durch. Norwegen hatte sich souverän als Gruppenerster in die Runde der besten Acht gespielt und dort Spanien bezwungen. Im Finale am Sonntag (16 Uhr MESZ) treffen die Norwegerinnen nun auf die deutsche Auswahl.

Gelingt Deutschland die Revanche?

Große Freude beim jungen deutschen Team über den Finaleinzug gegen Schweden. (Foto: JONATHAN NACKSTRAND/AFP/Getty Images)

Große Freude beim jungen deutschen Team über den Finaleinzug gegen Schweden

Einen kleinen Vorteil haben die Deutschen, denn sie konnten einen Tag länger regenerieren. Gemeinsam verfolgten sie das zweite Halbfinale entspannt im Fernsehen. Tags zuvor hatten sich die deutschen Fußballfrauen überraschend gegen Gastgeber Schweden durchgesetzt. Der personell geschwächte Rekord-Europameister ist als Titelverteidiger angereist, hat in der Vorrunde aber Schwächen offenbart. Gegen Gruppengegner Norwegen ging das einzige Spiel des Turniers verloren. Dabei kassierte die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid eine historische EM-Pleite: Seit über 20 Spielen hatte die DFB-Elf zuvor kein Spiel bei Europameisterschaften verloren. Der Stachel sitzt also tief und nicht nur für Stürmerin Anja Mittag steht vor dem entscheidenden Duell fest: "Jetzt wollen wir auch den Titel!"

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