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Testseite Aktuelles

Nordosten der USA versinkt im Schnee

Die heftigsten Schneestürme seit Jahren haben Ballungszentren der USA lahmgelegt. Für Washington galt Blizzard-Warnung. Am schlimmsten betroffen der Bundesstaat Virginia: Dort kamen mindestens vier Menschen ums Leben.

Fußgänger in einer verschneiten Straße (Foto: AP)

Vielerorts Schneechaos nach verheerenden Winterstürmen

Ein eisiger Wintersturm hat an der Ostküste der USA ein Schneechaos angerichtet. In Hunderttausenden Haushalten in den Staaten vom Nordosten bis mittleren Atlantik fiel am Wochenende der Strom aus, der Verkehr brach zusammen. Die Polizei musste bis Sonntag (20.12.2009) zu mehr als 4000 Verkehrsunfällen ausrücken, zahlreiche Flüge wurden gestrichen. In einigen Gegenden fielen fast 60 Zentimeter Neuschnee. Für die Hauptstadt Washington galt eine Blizzard-Warnung. Dort sowie den umliegenden Bundesstaaten liegt der Schnee teils einen Meter hoch. Der öffentliche Verkehr ist in einigen Bundesländern ebenfalls stark beeinträchtigt. In Washington schloss der nationale Flughafen, alle oberirdischen U-Bahn-Linien und alle Busverbindungen wurden eingestellt.

Rettungskräfte im Dauereinsatz

Rettungskräfte bergen einen Mann aus einem Autowrack (Foto: AP)

Tausende Menschen verunglückten in ihren Autos

Auf den Straßen im Bundesstaat Virginia kamen mindestens vier Menschen ums Leben. Nach Angaben der Rettungskräfte blockierten rund 3000 Unfälle die Autobahnen. Manche Autofahrer saßen bis zu zwölf Stunden in ihren Fahrzeugen fest. Sie wurden von Rettungskräften mit warmem Essen und Trinkwasser versorgt und teilweise in Notunterkünfte gebracht.

Auch der öffentliche Verkehr brach in weiten Teilen der Region zusammen. Die meisten Greyhound-Busse kamen verspätet oder gar nicht. Landesweit waren mehr als 70.000 Menschen ohne Strom. In Virginia, Maryland, West Virginia und Delaware wurde der Notstand ausgerufen, eine Schneesturm-Warnung galt für Teile von Connecticut, Massachusetts und Rhode Island.

Washington und New York forderten zusätzliche Maschinen, Streusalz und Personal zur Räumung der Schneemassen an. Kirchen, Schulen und Museen, aber auch viele Geschäfte und Einkaufszentren blieben geschlossen. Am letzten Adventswochenende nehmen die US-Einzelhändler sonst bis zu 15 Milliarden Dollar (rund zehn Milliarden Euro) ein.

Auch Präsident Obama betroffen

US-Präsident Barack Obama hatte nach seiner Rückkehr aus Kopenhagen den tief verschneiten Militärflughafen Andrews Air Force Base in Maryland am frühen Samstagmorgen gerade noch rechtzeitig erreicht. Ins Weiße Haus kam er allerdings nicht - wie gewohnt - mit seinem Hubschrauber, sondern auf dem Landweg.

Auch im ehrwürdigen Senat hinterließ das Winterwetter Spuren. Bei einer Sitzung am Samstag dominierten Wetterjacken, Schneestiefel und andere eher an eine Skihütte erinnernden Kleidungsstücke.

Auch Europa leidet unter einer Kältewelle

Autos auf einer verschneiten Straße in Deutschland (Foto: dpa)

Glatte Straßen in Europa

Nicht nur in den USA, auch in Europa machen eisige Temperaturen den Menschen schwer zu schaffen. Wenige Tage vor Weihnachten kam es durch Kälte, Schnee und Straßenglätte in vielen Ländern zu chaotischen Verhältnissen. Die bisher kälteste Nacht dieses Winters bescherte Deutschland Frosttemperaturen bis zu minus 30 Grad. Europaweit sind mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen, beim Kälteeinbruch erfroren oder durch Verkehrsunfälle. Allein in Polen gab es 29 Tote.

Autor: Hajo Felten (apd,dpa,afp)
Redaktion: Siegfried Scheithauer

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