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Fußball

Nordlichter wollen weiter funkeln

Der Hamburger SV und Werder Bremen sind die letzten noch verbliebenen deutschen Vereine im UEFA-Cup. Nun wollen die hanseatischen Clubs gemeinsam ins Viertelfinale einziehen.

Auf Torjubel hoffen Bremens Naldo (von links), Diego und Pizarro (Foto: AP)

Auf Torjubel hoffen die Bremer Naldo (li.), Diego und Pizarro

Im nationalen DFB-Pokal stehen sich der Hamburger SV und Werder Bremen am 22. April im direkten Duell um den Final-Einzug gegenüber. Eine solche Konstellation könnten sich die Fans beider Vereine auch für den UEFA-Cup vorstellen. Allerdings müssen die Nordclubs hier erst einmal die Runde der letzten Acht erreichen. Aber da sind für den HSV bei Galatasaray Istanbul am Donnerstag (19.03.2009) und Werder bei AS St. Etienne am Mittwoch (18.03.2009) schwere Aufgaben zu bewältigen, und das auch noch ohne das erhoffte Polster aus den Hinspielen.

Hexenkessel in St. Etienne

Bremens Trainer Schaaf (Foto: AP)

Bremens Trainer Schaaf

Dabei ist die Lage für die Bremer noch einigermaßen positiv zu sehen. Das Team hatte den französischen Rekordmeister aus St. Etienne durch Naldos Treffer mit 1:0 besiegt, mehr aber war gegen Frankreichs Tabellen-18. trotz großer Torchancen nicht drin gewesen. "Wir werden viel besser spielen müssen. Auswärts wird uns ein Hexenkessel erwarten", sagt Sportdirektor Klaus Allofs. Immerhin hatten die Hanseaten erst am Sonntag in der Bundesliga groß aufgetrumpft und den VfB Stuttgart mit 4:0 abgefertigt. Und so ist die Zuversicht auf ein Weiterkommen gestiegen. "Die Mannschaft hat zuletzt wieder gezeigt, was sie leisten kann. Wir müssen vom Sieg überzeugt sein und wollen unser Spiel durchbringen", sagte Trainer Thomas Schaaf. Verzichten muss er am Mittwoch allerdings auf seinen gesperrten Kapitän Frank Baumann sowie die angeschlagenen Petri Pasanen, Clemens Fritz und Daniel Jensen.

AS-Trainer Alain Perrin hatte mit Blick auf das Duell gegen den Bundesliga-Zehnten angekündigt, keine Gegenwehr mehr leisten zu wollen. Der UEFA-Cup sei eine lästige Aufgabe. Man wolle sich voll auf den Abstiegskampf konzentrieren. Inzwischen aber versprach er den Fans doch noch einen "großen Kampf".

HSV ohne Torjäger Petric

Die HSV-Spieler Olic (li.) und Trochowski ärgern sich über eine vergebene Torchance gegen Istanbul (Foto: AP)

Der HSV muss sich in Istanbul nicht verstecken

Auf einen großen Kampf hoffen auch die HSV-Fans nach dem 1:1 im Hinspiel gegen den türkischen Meister Galatasaray Istanbul. "Das ist eine schlechte Ausgangsposition", bewertete HSV-Trainer Martin Jol das enttäuschende Unentschieden vor einer Woche. Seine Mannschaft ist als einziges deutsches Team noch in drei Wettbewerben mit Titelchancen vertreten, doch nun drohen alle Träume zu platzen. So zog sich Torjäger Mladen Petric am Sonntag beim 2:0 in der Bundesliga gegen Energie Cottbus einen Muskelfaseriss im Oberschenkel zu. Der Kroate fällt mindestens drei Wochen aus. "Das ist ein harter Schlag für uns", sagte Trainer Jol.

Ungewiss ist am Donnerstag zudem der Einsatz von Spielmacher Piotr Trochowski. Der Nationalspieler laboriert an einer Innenbanddehnung im Knie. Gegen den 17-maligen türkischen Champion, der bei Ligakonkurrent Trabzonspor mit dem 2:2 eine gelungene Generalprobe ablieferte, stehen dem HSV im Angriff nur noch Paolo Guerrero und Ivica Olic zur Verfügung. Dennoch: "Der Erfolg gegen Cottbus gibt uns Selbstbewusstsein für Istanbul", glaubt Mittelfeldspieler Marcell Jansen.

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