Nordkorea wertet neue UN-Sanktionen als Kriegserklärung | Aktuell Asien | DW | 24.12.2017
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Atomkonflikt

Nordkorea wertet neue UN-Sanktionen als Kriegserklärung

Die Strafmaßnahmen des UN-Sicherheitsrates seien ein "gewaltsamer Vorstoß gegen die Souveränität unserer Republik", heißt es aus Pjöngjang. Nordkorea drohte allen Unterstützern der Resolution, sie würden dafür bezahlen.

Nordkorea Kim Jong-un (Getty Images/AFP/KCNA)

Machthaber Kim Jong Un (Archivbild) äußerte sich diesmal nicht selbst, sondern ließ sein Außenministerium sprechen

Nordkorea hat die jüngsten UN-Sanktionen gegen das Land als "kriegerischen Akt" bezeichnet. Die Maßnahmen liefen auf eine komplette Wirtschaftsblockade hinaus, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Hinter der Resolution stünden die USA und ihre Anhänger, wurde ein Sprecher von den Staatsmedien zitiert. 

Der UN-Sicherheitsrat hatte am Freitag einstimmig weitere Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen wiederholter Atom- und Raketentests beschlossen. Unter anderem werden Lieferungen von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an das Land auf ein Viertel der erlaubten Menge begrenzt. Auf Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte, Maschinen, elektrische Geräte, Gesteine und Holz sowie auf Schiffe existiert ein Exportverbot. Die Resolution verlangt zudem die Heimkehr aller im Ausland arbeitenden Nordkoreaner binnen eines Jahres.

"Sanktionen gefährden den Frieden in der Region"

Nordkoreas Außenministerium drohte allen Unterstützern der Resolution. Sie würden "einen hohen Preis" dafür bezahlen. Der Beschluss stelle eine "schwere Verletzung der Souveränität unserer Republik und eine kriegerische Handlung gegen Frieden und Stabilität der koreanischen Halbinsel" dar. 

Nordkorea Pjöngjang Feierlichkeiten nach jüngstem Raketentest (picture-alliance/AP Photo/J. C. Jin)

Feierlichkeiten in Pjöngjang nach einem weiteren Raketentest im Dezember 2017

Nordkorea hat mit Raketen- und Atomtests wiederholt gegen UN-Resolutionen verstoßen. Seit dem Test einer Interkontinentalrakete am 28. November hatten die USA mit China über die erneute Ausweitung der Sanktionen verhandelt. Pjöngjang hatte nach dem Test der Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 erklärt, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen.
 

jv/jj (afp, dpa, rtr)

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