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Neue Provokation

Nordkorea: "US-Präsident Donald Trump bettelt um Atomkrieg"

Nordkorea verschärft als Reaktion auf die Asienreise von US-Präsident Trump seine Kriegsrhetorik. Trumps Aufenthalt in Asien sei "kriegstreiberisch" und der US-Präsident sei ein "Zerstörer", verlautet es aus Pjöngjang.

US-Präsident Donald Trump verfolge das "Ziel einer Konfrontation", um Nordkorea von seiner atomaren Abschreckung abzubringen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur des Landes KCNA einen Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang. Der erste Besuch des US-Präsidenten in der Region sei "kriegstreiberisch" und zeige, dass Trump ein "Zerstörer" sei und um einen Atomkrieg auf der koreanischen Halbinsel bettele, heißt es in der ersten offiziellen Reaktion aus Pjöngjang auf die Asienreise von Präsident Trump. 

Nordkorea rüstet weiterhin auf

Der Atomkonflikt mit Nordkorea ist das beherrschende Thema der vor rund einer Woche begonnenen Asienreise des US-Präsidenten. Trump besuchte in den vergangenen Tagen Japan, Südkorea und China. In einer Rede vor dem südkoreanischen Parlament hatte er Nordkorea am Mittwoch davor gewarnt, das US-Militär zu unterschätzen. Zugleich betonte er aber die Möglichkeit einer Verhandlungslösung im Streit über das Atomwaffenprogramm des Landes. 

Der nordkoreanische Außenamtssprecher erwiderte nun, derartige Warnungen könnten sein Land "niemals abschrecken" oder vom Ausbau seines Atomprogramms abbringen. Vielmehr trieben sie Nordkorea dazu, die Bemühungen um die "Vollendung der staatlichen Atomstreitkraft" zu verstärken, so der Sprecher.

USA und Südkorea beginnen Manöver

Um die Abschreckung angesichts der Bedrohung durch Nordkorea zu verstärken und jegliche Provokationen durch Pjöngjang abzuwehren, starteten die USA und Südkorea ein großes gemeinsames Militärmanöver im Westpazifik. Beteiligt sind drei US-Flugzeugträger sowie sieben südkoreanische Marineschiffe einschließlich Zerstörern und Begleitschiffen, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte. Die US-Marine hatte am Donnerstag angekündigt, dass Kampfgruppen der "USS Ronald Reagan", der "USS Nimitz" sowie der "USS Theodore Roosevelt" in "internationalen Gewässern" des westlichen Pazifiks ein Manöver zur gemeinsamen Koordination durchführen würden. Das Manöver werde unter anderem Luftabwehrübungen und die Seeraumüberwachung umfassen, wurde Flottenkommandeur Scott Swift zitiert. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass eine derart hohe Zahl an Flugzeugträgern an einem Manöver in der Region beteiligt ist.

Militärübung in internationalen Gewässern USA Japan Pazifik (Foto: picture-alliance/Uncredited/Japan Air Self-Defense Force)

Der US-Flugzeugträger "USS Ronald Reagan" ist in den internationalen Gewässern vor der koreanischen Halbinsel

Nordkorea hat in den vergangenen Monaten mit wiederholten Raketen- und Atomwaffentests die Weltgemeinschaft und insbesondere die USA herausgefordert. Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un lieferten sich heftige Verbalgefechte. Nordkorea hatte Anfang September seinen sechsten und bisher gewaltigsten Atomwaffentest vorgenommen. Nach eigenen Angaben testete das Land eine Wasserstoffbombe. Zudem hatte Pjöngjang in den vergangenen Wochen mehrfach Mittelstreckenraketen getestet. In zwei Fällen feuerte Pjöngjang Raketen über Japan hinweg in den Pazifik. Trump drohte daraufhin in einer Rede vor den Vereinten Nationen mit der "völligen Zerstörung" Nordkoreas. Die nordkoreanischen Staatsmedien bezeichneten diese Aussage als "Kriegserklärung".

sam/jj (afp, ape, rtr)