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Asien

Nordkorea testet schon wieder Raketen

Südkorea und die USA halten derzeit das gemeinsame Militärmanöver "Foal Eagle" ab. Wohl Grund genug für Nordkorea, abermals seine militärische Stärke zu demonstrieren.

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Nordkorea feuert schon wieder Raketen ab

Ungeachtet internationaler Warnungen hat Nordkorea am Montagmorgen erneut Raketentests unternommen. Vier ballistische Raketen seien "fast zeitgleich" in Richtung Japanisches Meer abgefeuert worden, teilte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe in Tokio mit. Drei von ihnen stürzten nach seinen Angaben innerhalb der 200-Meilen-Zone vor der japanischen Küste ins Wasser. Die Tests stellten eine "ernste Bedrohung der Sicherheit unseres Landes dar", sagte Abe. 

Südkorea bestätigte, dass Nordkorea "mehrere" Raketen abgeschossen habe. Nach Auskunft des Verteidigungsministeriums in Seoul hatten sie eine Reichweite von "etwa 1000 Kilometern". Südkorea und die USA analysierten derzeit die ihnen vorliegenden Daten, hieß es weiter. Die Geschosse seien vom Areal Tongchang-ri aus gestartet worden. Dort befindet sich eine Raketen-Teststation. Südkoreas Ministerpräsident Hwang Kyo Ahn berief ein Treffen des Nationalen Sicherheitsrats ein.

Abschussrampe Tongchang-ri (Foto: dapd)

Abschussrampe in Tongchang-ri

Wirkungslose Sanktionen 

Die Führung in Pjöngjang hatte erst Mitte Februar nach eigenen Angaben "erfolgreich" eine Mittelstreckenrakete getestet. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte den Raketentest einstimmig als "ernsthafte Verletzung" von UN-Resolutionen. Dem kommunistisch regierten Land sind Tests mit ballistischer Raketentechnik untersagt.

Schon im vergangenen Jahr hatte Nordkorea die Weltgemeinschaft mit zwei Atomwaffentests und einer Reihe von Raketentests provoziert. Seit dem ersten Atomwaffentest Nordkoreas im Jahr 2006 beschloss der Sicherheitsrat bereits sechs Sanktionsrunden gegen das Land - ohne erkennbare Wirkung.

Am 1. März hatten Südkorea und die USA mit ihrem jährlichen gemeinsamen Militärmanöver begonnen. Nordkorea sieht in diesen Übungen die Vorbereitung für einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel und drohte mit "starken Vergeltungsmaßnahmen".

wa/kle (dpa, afp)

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