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Korea

Nordkorea simuliert Angriff auf Südkorea

Nordkoreas Armee hat einen Artillerie-Angriff auf Südkoreas Hauptstadt Seoul simuliert. "Nichts und niemand" werde dies überleben, erklärte Machthaber Kim Jong Un, der das Manöver selbst befehligte.

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Trotzreaktion: Kim simuliert Angriff auf Seoul

Nordkorea verstärkt nach Verschärfung der UN-Sanktionen wieder seine militärischen Drohgebärden. Bei Artillerieübungen seien Angriffe unter anderem auf grenznahe Stellungen Südkoreas sowie auf Militäreinrichtungen und die Regierung - die "reaktionären Herrschaftsorgane" - in Seoul simuliert worden, berichteten Staatsmedien.

Machthaber Kim Jong Un habe die Übungen selbst befehligt und sich mit ihnen zufrieden gezeigt: "Nichts und niemand wird diesen Angriff überleben." Wenn ein Krieg ausbreche, "sollte solch ein tödlicher Schlag auf die südkoreanischen Streitkräfte ausgeführt werden, dass ihr Wille zur Gegenwehr schon am Anfang gebrochen wird", wurde Kim zitiert. 

Skyline Seoul Südkorea (Getty Images/AFP/E. Jones)

Die Sykline der südkoreanischen Hauptstadt Seoul

Die Übungen habe Kim als Beginn des "Gefechts- und politischen Trainings für das neue Jahr" bezeichnet. Manöver, bei denen die Volksarmee die Zerstörung von südkoreanischen Stellungen übt, sind nicht unüblich.

In Südkorea wurde das Manöver jedoch auch als Reaktion auf die neuen Sanktionen gegen Nordkorea gewertet. Der UN-Sicherheitsrat hatte wegen eines Atomtests im September am Mittwoch einstimmig unter anderem für das Einfrieren von Vermögen gestimmt. Nach mehrmonatigen Verhandlungen wurde die Resolution von allen 15 Mitgliedern des Sicherheitsrates angenommen. Die neuen Strafmaßnahmen legen für Nordkoreas Kohleexport nach China eine Obergrenze fest, mit der die für das Land sehr wichtigen Einnahmen um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sinken sollen.

"Auf das Schärfste" verurteilt

Die Resolution verurteilte den Anfang September vorgenommenen neuerlichen Atombombentest "auf das Schärfste". Es ist bereits die sechste UN-Sanktionsrunde seit Nordkoreas erstem Atombombentest im Jahr 2006.

Darüber hinaus kündigte Japans Ministerpräsident Shinzo Abe an, die Sanktionen seines Landes zu verschärfen. Unter anderem sollen weitere Personen und Gruppen, die zur Entwicklung des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms beitragen, auf eine schwarze Liste gesetzt und in Japan angelegtes Vermögen eingefroren werden. Die Liste umfasse auch chinesische Organisationen und Personen, die an Nordkoreas Projekten beteiligt sein sollen, erklärte Abe.

Ähnliche einseitige Maßnahmen verhängte auch Südkorea gegen den Norden. Sie sollen die Wirkung der neuen UN-Sanktionen verstärken.

stu/gri (afp, dpa)

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