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Aktuell Welt

Nordkorea schießt wieder Kurzstrecken-Raketen ab

Zum zweiten Mal binnen weniger Tage hat Nordkorea Kurzstreckenraketen abgefeuert. Zwei Raketen seien ins offene Meer geschossen worden, meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Bereits am Donnerstag hatte Nordkorea laut der Regierung in Seoul vier Kurzstreckenraketen abgefeuert. Derzeit halten Südkorea und die USA trotz Protesten aus dem kommunistischen Norden ihre alljährlichen gemeinsamen Militärübungen (siehe Artikelbild) ab.

Das Manöver soll noch bis zum 18. April dauern, rund 12.700 Soldaten beider Länder sind daran beteiligt. Seoul und Washington hatten betont, die Übungen hätten reinen Verteidigungscharakter, sie werden größtenteils am Computer simuliert. Im vergangenen Jahr hatte die Führung in Pjöngjang aus Verärgerung über das Manöver mit einem Atomangriff gedroht.

Noch immer fehlt ein Friedensvertrag

Das kommunistische Nordkorea und Südkorea befinden sich offiziell im Kriegszustand. Der Koreakrieg der Jahre 1950 bis 1953 wurde durch einen Waffenstillstand beendet, einen Friedensvertrag gab es nie. Ende Februar hatte es wieder eine Reihe von Familientreffen zwischen den beiden koreanischen Staaten gegeben. Es waren die ersten Treffen dieser Art nach fast dreijähriger Pause.

International für Aufsehen gesorgt hat ein Bericht der Vereinten Nationen zur Lage der Menschenrechte in Nordkorea. Nach Angaben der UN hat das Regime in Pjöngjang sich schwerster Gräueltaten schuldig gemacht. Es gebe ein System von Mord, Folter und Ausbeutung, das in diesem Ausmaß und dieser Schwere in der heutigen Welt beispiellos sei - so das bedrückende Resümee der UN-Experten.

haz/re (rtr, dpa, afp)