Nordkorea schickt Sportler zu Olympia | Sport | DW | 09.01.2018
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Olympische Winterspiele

Nordkorea schickt Sportler zu Olympia

Der sportliche Wert ist gering, der politische umso größer: Nach einem Treffen der verfeindeten Länder will Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un eine hochrangige Delegation zu den Olympischen Spielen in Südkorea schicken.

In genau einen Monat werden die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang eröffnet. Mit dabei sein wird nun eine Delegation aus Nordkorea. Das gab Südkorea am Rande eines gemeinsamen Friedensgipfels mit Vertretern des politisch isolierten Landes bekannt. "Der Norden hat angeboten, eine hochrangige Delegation zu den Spielen schicken", sagte ein Sprecher des südkoreanischen Vereinigungsministerium vor Journalisten.

Die Delegation solle aus "Athleten, Vertretern des nationalen olympischen Komitees, Künstlern, einer Fangruppe, Beobachtern, einem Taekwondo-Demonstrationsteam und Journalisten bestehen", hieß es weiter. Bis vor kurzem hatte Nordkorea noch mit Waffen- und Raketentests für große politische Spannungen in der Region gesorgt. In seiner Neujahrsansprache kündigte Nordkoreas Diktator Kim Jong Un dann überraschend an, dass er eine Delegation zu den Spielen entsenden wolle.

IOC verlängert Meldefrist

Beim Gipfel am Dienstag im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone Koreas trafen sich hochrangige Vertreter der verfeindeten Länder. Südkoreas fünfköpfige Delegation wurde von Vereinigungsminister Cho Myung Gyon angeführt. Pjöngjangs Beauftragter für die interkoreanischen Angelegenheiten, Ri Son Gwon, leitete die Gruppe aus dem Norden.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird ab Mittwoch über die Teilnahme entscheiden, hatte den Schritt aber im Vorfeld schon begrüßt und angekündigt, die Meldefristen für nordkoreanische Athleten in Pyeongchang zu verlängern. Sportlich qualifiziert aus dem Norden sind bislang nur die Paarläufer Ryom Tae Ok und Kim Ju Sik (Foto oben), allerdings hatte Nordkorea zuletzt eine Meldefrist des Eiskunstlauf-Weltverbandes ISU verstreichen lassen. Wahrscheinlich wird das IOC auch noch Wildcards vergeben.

sw (sid, dpa)

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