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Aktuell Asien

Nordkorea schickt Delegation in den Süden

Verteter Nordkoreas nutzen die Abschlussfeier der Asienspiele in Südkorea, um Gespräche mit dem südlichen Nachbarn aufzunehmen. Der Besuch weckt Hoffnungen auf beiden Seiten.

Formal gesehen befinden sich Süd- und Nordkorea immer noch im Kriegszustand. Nach dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 wurde kein Friedensvertrag geschlossen, seitdem gab es zwischen den beiden Staaten immer wieder Spannungen, zuletzt, als im kommunistischen Norden verstärkt Raketen getestet wurden. Der Schritt der Annäherung kommt deshalb umso überraschender.

Offiziellen Angaben zufolge hat Nordkorea die Führung in Seoul erst am Freitag darüber informiert, dass eine Delegation des Landes zur Abschlussfeier der Asienspiele in Icheon reisen wird. Zu den Besuchern gehören hochrangige Vertreter Nordkoreas, unter anderem Hwang Pyong So (Foto l.), der das politische Büro der Volksarmee leitet und von Südkorea als inoffizielle Nummer zwei hinter Machthaber Kim Jong Un gesehen wird.

Wichtiges Signal aus Pjöngjang

Die Besucher wurden nach ihrer Ankunft am Samstag in Incheon von Vereinigungsminister Ryoo Kihl Jae (Foto r.) begrüßt. Weitere Gespräche mit Ryoo und Südkoreas Nationalem Sicherheitsberater Kim Kwan Jin seien während eines Mittagessens geplant. Ob es auch ein Treffen mit Präsidentin Park Geun Hye geben wird, ist noch offen.

Der Besuch gilt als Signal für die Absicht des Regimes in Pjöngjang, die gespannten Beziehungen zu Südkorea zu verbessern. Er kommt zu einer Zeit, da Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un schon seit mehreren Wochen in der Öffentlichkeit abwesend ist. Nordkorea hatte zuletzt eingeräumt, dass der Staatschef gesundheitliche Probleme habe.

djo/ml (apf, dpa)

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