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Aktuell Asien

Nordkorea sagt Besuch von UN-Generalsekretär ab

Es sollte keine diplomatische Mission sein, sondern ein einfacher Besuch in einem von beiden Koreas betriebenen Industriepark. Doch daraus wird nichts.

Nordkorea hat seine Zustimmung für einen Besuch des von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zurückgenommen. Die Führung in Pjöngjang habe ihn darüber informiert, sagte Ban bei einem Besuch in Südkorea. Eine Begründung habe es nicht gegeben. Die Entscheidung sei sehr bedauerlich, so der Generalsekretär.

Ban, selbst Südkoreaner, hatte den Industriepark von Kaesong (Artikelbild) besuchen wollen. Er befindet sich nur wenige Kilometer nördlich der innerkoreanischen Grenze und wird von beiden Ländern gemeinsam betrieben. Es wäre der erste Besuch eines Generalsekretärs der Vereinten Nationen in dem 2004 eröffneten Park gewesen. Als letzter UN-Chef hatte Boutros Boutros-Ghali 1993 das weithin abgeschottete Land besucht.

Ständig Streit über Kaesong

Ban sagte, er werde weiterhin jede Gelegenheit nutzen, Nordkorea zu ermuntern, mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in der Region zu sichern.

In Kaesong befinden sich rund 120 südkoreanische Firmen, die etwa 53.000 nordkoreanische Arbeiter beschäftigen. Obwohl ein wichtiger Devisenbringer, ist der Industriekomplex immer wieder Streitobjekt zwischen beiden Ländern. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte ihn zuletzt wegen Verärgerung über ein gemeinsames Marinemanöver von Südkorea und den USA im April 2013 schließen lassen und erst nach zähen Verhandlungen fünf Monate später wieder geöffnet.

Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea hatten sich erneut verschärft, nachdem Nordkorea Anfang des Monats nach eigenen Angaben eine neue ballistische Rakete von einem U-Boot abgefeuert hatte. Der UN-Generalsekretär hatte dies scharf kritisiert. Nordkorea verstößt mit solchen Tests gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats.

gmf/jj (afp, ap, dpa, rtr)