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Politik

Nordkorea macht zweiten Atomtest von US-Reaktion abhängig

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il hat laut einem Medienbericht einen zweiten Atomtest von der US-Politik gegenüber seinem Land abhängig gemacht. Pjöngjang plane unmittelbar keinen weiteren Test.

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Anti-Nordkorea-Demonstration in Seoul

Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap meldete am Samstag (21.10.) unter Berufung auf südkoreanische Diplomaten, der nordkoreanische Führer Kim Jong Il habe sich während eines Treffens mit dem chinesischen Sondergesandten Tang Jiaxuan am Donnerstag (19.10.) entsprechend geäußert.

Nordkorea will Rückkehr zu Sechser-Gesprächen

Dem Bericht zufolge sagte Kim außerdem zu, dass Nordkorea sich in Bälde wieder an den Sechs-Länder-Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm beteiligen werde - vorausgesetzt, die US-Regierung verspreche im Gegenzug, die gegen Pjöngjang verhängten Finanzsanktionen nach dem Beginn der Gespräche aufzuheben. Der südkoreanische Vize-Außenminister Kang Sok Ju habe Kims Bemerkungen im Anschluss an das Treffen mit der chinesischen Delegation bestätigt.

USA bezweifeln nordkoreanische Versprechen

US-Außenministerin Condoleeza Rice hatte am Samstag auf dem Flug nach Moskau Kims Zusagen angezweifelt. Rice zufolge strebt Pjöngjang eine "Eskalation der Spannungen" an. Die USA bemühen sich in einer groß angelegten diplomatischen Offensive darum, dass die von den Vereinten Nationen beschlossenen Strafmaßnahmen gegen Nordkorea möglichst geschlossen Anwendung finden.

Rice hatte zu diesem Zweck in den vergangenen Tagen Gespräche in Japan, Südkorea und China geführt. Zum Abschluss ihrer Reise traf sie in Moskau mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrov zusammen. Nordkorea hatte am 9. Oktober nach eigenen Angaben erstmals eine Atomwaffe getestet. Der UN-Sicherheitsrat hatte daraufhin am 14. Oktober einstimmig Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang beschlossen. An den Sechser-Gesprächen sind neben den beiden koreanischen Staaten die USA, Russland, China und Japan beteiligt. (je)

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