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Aktuell Asien

Nordkorea kündigt Raketenstart an

Die Regierung in Pjöngjang will wieder eine Rakete testen - offiziell, um einen Satelliten ins All zu befördern. Die Vereinten Nationen werten das Projekt jedoch als Teil des verbotenen Atomprogramms.

Nordkorea will ungeachtet aller internationalen Kritik wieder eine Rakete in den Weltraum starten lassen. Die Staatsmedien berichteten, noch in diesem Monat werde das Land einen "weiteren einsatzfähigen Satelliten" ins All schießen. Der Start werde zwischen dem 10. und 22. Dezember erfolgen.

Nordkorea hatte schon Mitte April einen ähnlichen Versuch gemacht. Die damalige Unha-3-Rakete war jedoch kurz nach dem Start zerbrochen und ins Meer gestürzt. Nun sei die Trägerrakete für den Satelliten verbessert worden, berichteten die Staatsmedien.

Zweifel an zivilen Absichten

Die USA und die Vereinten Nationen vermuten, dass es Nordkorea nicht nur darum geht, Forschungssatelliten ins All zu befördern. Sie glauben, dass Nordkorea die Langstreckenrakete im Rahmen seines verbotenen Atomprogramms testen will. Insbesondere die USA fürchten, dass eine atomar bestückte nordkoreanische Langstreckenrakete eines Tages ihr Territorium erreichen könnte.

Der UN-Sicherheitsrat hatte deshalb nach dem misslungenen Raketenstart im Frühjahr Sanktionen gegen das autoritär regierte Land verhängt und Lebensmittellieferungen eingestellt. Der Leiter des Sanktionskomitees für Nordkorea, Portugals UN-Botschafter José Filipe Moraes Cabral, riet Pjöngjang dringend davon ab, erneut eine Rakete zu starten.

det/pg (afp, dapd, dpa, rtr)

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