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Aktuell Asien

Nordkorea kündigt Kooperationen mit dem Süden

Nach weiteren Sanktionen gegen sich hat Pjöngjang seine Wirtschaftsbeziehungen mit Südkorea gekappt. Der Besitz von mindestens 124 Unternehmen soll verkauft werden. Demonstration von Stärke oder Eigentor?

Mitten im Streit über sein Atomwaffenprogramm hat Nordkorea alle verbliebenen Wirtschaftsbeziehungen zum Süden abgebrochen. Sämtliche Vereinbarungen seien null und nichtig, erklärte das kommunistische Land und kündigte an, dass die Güter südkoreanischer Firmen auf nordkoreanischem Boden konfisziert würden.

Die Abwicklung der südkoreanischen Vermögen betrifft vor allem die gemeinsame Sonderwirtschaftszone Kaesong, in der 124 Unternehmen aus dem westlich orientierten Süden Fertigungsstätten haben, sowie ein Tourismusprojekt. Die Firmen hatten sich allerdings bereits im Februar aus Protest gegen einen Raketenstart und einen Atomwaffentest Nordkoreas aus dem Industriepark zurückgezogen und das Tourismusprojekt im nordkoreanischen Kumgang-Gebirge war schon vor acht Jahren eingestellt worden. Damals hatte ein nordkoreanischer Soldat einen Südkoreaner erschossen.

Nordkorea Rakete

Umstrittener nordkoreanischer Raketentest

Atomtest - Sanktionen - Raketen

Die Vereinten Nationen und die Regierung in Seoul hatten als Reaktion auf die nordkoreanischen Atomtests die Sanktionen gegen das kommunistische Land verschärft. Unter anderem wurden 38 Nordkoreaner sowie 24 Organisationen, die mit dem Atomprogramm des Landes in Verbindung gebracht werden, auf eine Schwarze Liste gesetzt. Damit ist ihnen der Weg für Geldgeschäfte über südkoreanische Banken versperrt.

Die Situation zwischen den beiden verfeindeten Ländern auf der koreanischen Halbinsel eskaliert in jüngster Zeit immer häufiger.

In der vergangenen Nacht hatte Nordkorea zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Wie das südkoreanische Militär mitteilte, seien die ballistischen Flugkörper - vermutlich Scud-Raketen russischer Bauart - nach ihrem Start in der südlichen Provinz Nord-Hwanghae etwa 500 Kilometer weit geflogen und vor der Ostküste Nordkoreas ins Wasser gestürzt.

Damit reagierte der Norden offenbar auf ein großangelegtes Manöver der südkoreanischen und der US-amerikanischen Streitkräfte. Laut Außenministerium in Seoul wird erwogen, den UN-Sicherheitsrat um eine Untersuchung zu bitten. Nordkorea ist der Start von Raketen unter Verwendung ballistischer Raketentechnik per UN-Resolution untersagt.

mak/qu (rtr, dpa)