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Aktuell Asien

Nordkorea geht weiter auf Konfrontation

Im Konflikt mit Südkorea und den USA hat Nordkorea den Ton verschärft. Ein Atomangriff sei endgültig genehmigt worden, teilte das Militär mit. Washington ist besorgt und verstärkt seine Raketenabwehr im Südpazifik.

In der Erklärung des nordkoreanischen Generalstabs, die von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreitete wurde, heißt es, bei dem "gnadenlosen Einsatz" könnten "modernste" Waffen eingesetzt werden. Die Regierung in Washington werde formal darüber informiert, dass dies eine Reaktion auf Drohungen aus den USA sei.

Experten gehen davon aus, dass nordkoreanische Raketen nicht die nötige Reichweite haben, um Ziele in den USA zu treffen. Trotzdem wurde die Drohung in Washington mit Besorgnis zur Kenntnis genommen. Verteidigungsminister Chuck Hagel bezeichnete das Verhalten Nordkoreas in einer Rede als "gefährlich" und erklärte: "Wir nehmen diese Bedrohung ernst".

Das Pentagon kündigte an, in den kommenden Wochen ein Raketenabwehrsystem auf der zu den USA gehörenden Pazifik-Insel Guam aufzustellen. Kurz zuvor war bereits die Entsendung zweier Kriegsschiffe in den West-Pazifik bekanntgegeben worden, die die Raketenabwehr in der Region unterstützen sollen.

Die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Caitlin Hayden, sagte, mit seinen ständigen Provokationen laufe die kommunistische Regierung in Pjöngjang Gefahr, sich weiter vom Rest der internationalen Gemeinschaft zu isolieren und sein Ziel der wirtschaftlichen Entwicklung zu unterminieren.

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Nordkorea droht den USA weiter

Statt dessen solle sich das Regime von Staatspräsident Kim Jong Un (Artikelbild) auf die Einhaltung seiner internationalen Verpflichtungen konzentrieren.

Nordkorea hatte bereits vor einem Monat mit einem Präventivschlag gegen die USA gedroht. Vergangene Woche ordnete die Armee an, die Raketen für einen Angriff in Bereitschaft zu versetzen. Kurz darauf rief Pjöngjang den Kriegszustand mit Südkorea aus. Vorausgegangen waren ein Atomwaffentest im Februar und ein Raketentest im Dezember. Seitdem wuchsen die Spannungen stetig.

Am Donnerstag untersagte Pjöngjang südkoreanischen Beschäftigten den zweiten Tag in Folge die Einreise in den gemeinsam betriebenen Industriekomplex Kaesong. Der Wirtschaftspark liegt auf nordkoreanischem Gebiet etwa zehn Kilometer von der Grenze zu Südkorea entfernt. Er wurde 2004 als Projekt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gegründet und galt als wichtiges Symbol der Annäherung.

uh/se (afp,dpa)

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