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Aufrüstung

Nordkorea feuert erneut Raketen ab

Das südkoreanische und das US-Militär bestätigen: Trotz aller Warnungen hat Nordkorea drei ballistische Raketen getestet. Zwei von ihnen landeten im Meer im Osten des Landes, eine weitere explodierte kurz nach dem Start.

Nordkorea Pjöngjang Militärplakat (Foto: imago/Kyodo News)

Dieses Plakat in Pjöngjang macht Werbung für Nuklarwaffen

Zwei Raketen flogen nach Angaben des US-Pazifikkommandos rund 250 Kilometer weit. Sie hätten keine Gefahr für das US-Festland oder die Pazifikinsel Guam bedeutet. Das Militär korrigierte damit erste Angaben, wonach zwei Raketen während des Fluges abgestürzt seien. Die dritte war den Angaben zufolge schon kurz nach dem Start nahe Kittaeryong in der östlichen Provinz Gangwon explodiert.

Schon zuvor hatte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Militär berichtet, dass Nordkorea in der Provinz einige "nicht identifizierte Geschosse" abgefeuert habe, die 250 Kilometer in nordöstliche Richtung geflogen und im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) niedergegangen seien.

Seit Monaten heizt sich der Konflikt auf. Nordkorea hatte trotz mehrerer Verbote des UN-Sicherheitsrats und Warnungen aus dem Ausland am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10.000 Kilometern. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sagte nach dem Test, das Festland der USA sei jetzt erreichbar.

USA bestraft Nordkorea-Partner 

Als Reaktion auf den damaligen Raketentest verhängte der UN-Sicherheitsrat die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea. Nordkorea hatte mit einem Angriff auf das US-Außengebiet Guam im Pazifik gedroht, allerdings halten Nordkorea-Experten das für unwahrscheinlich. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, militärische Provokationen aus Pjöngjang mit "Feuer und Wut" beantworten zu wollen.

pab/stu (dpa, rtr)