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Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm

Nordkorea bestätigt jüngsten Raketentest

Es sei ein "erfolgreicher" Test gewesen und die Mittelstreckenrakete sei nun militärisch einsatzbereit. Der UN-Sicherheitsrat berät am Dienstag über die neuerliche Provokation Pjöngjangs.

Nordkorea Raketentest Pukguksong-2 (Reuters/KCNA)

Eine nordkoreanische Pukguksong-2-Rakete (Archivbild)

Es wird zur Routine, inzwischen oftmals im Wochentakt: Nordkorea feuert eine Rakete ab. Die USA und die Anrainerstaaten Japan und Südkorea melden, dass sie den Test beobachtet haben und einige Zeit später kommt dann die Bestätigung über die Staatsmedien aus Pjöngjang.

Der bislang letzte Test erfolgte am Sonntag. Einen guten halben Tag nachdem das Geschoss nach übereinstimmenden Berichten nördlich von Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang Richtung Japanisches Meer abgefeuert wurde, bestätigt die kommunistische Führung Nordkoreas, eine Mittelstreckenrakete sei "erfolgreich" getestet worden. Die Waffe, eine "Pukguksong-2"-Rakete, sei nun militärisch einsatzbereit, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Mit Test hat Nordkorea nach eigenen Angaben die Steuerung des Atomsprengkopfes überprüft.

Nach Angaben der USA und Südkoreas handelte es sich um eine Mittelstreckenrakete, die etwa 500 Kilometer weit flog. Die Japaner verurteilten ebenso wie die USA und Südkorea den neuerlichen Test als eklatanten Bruch bestehender UN-Resolutionen. Diese wiederholte Provokation könne nicht hingenommen werden, erklärte ein japanischer Regierungssprecher.

Künftig jede Woche eine Rakete?

Das international isolierte Land hatte sich nach dem inzwischen vorletzten Raketenstart damit gebrüstet, mit "Hwasong-12" einen neuen Mittelstrecken-Raketentyp getestet zu haben. Diese Waffe könne einen "mächtigen atomaren Sprengkopf" tragen, hieß es aus Pjöngjang. US-Experten bestätigten, dies sei die Rakete mit der längsten Reichweite gewesen, die Nordkorea jemals getestet habe.

UN-Dringlichkeitssitzung angesetzt

Angesichts dieser Situation kommt der UN-Sicherheitsrat am Dienstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Die Sitzung wurde von den USA, Japan und Südkorea beantragt. Das höchste UN-Gremium hatte seine Sanktionen gegen das Land in den vergangenen Jahren mehrfach verschärft, wodurch Nordkorea sich allerdings nicht an der Fortführung seines Atom- und Raketenprogramms hindern ließ.

Seit 2006 hat Nordkorea nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

qu/ml  (afp, rtr)

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