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Aktuell Welt

Nordkorea bestätigt Atomtest

Allen Warnungen zum Trotz hat Nordkorea einen neuen Atomtest durchgeführt. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, ein starker Sprengsatz sei gezündet worden. Zuvor hatten Experten Erdstöße registriert.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben mit Erfolg seinen dritten unterirdischen Atomtest unternommen. Es habe sich um einen "miniaturisierten" Sprengsatz von großer Stärke gehandelt, meldeten die staatlichen Medien. Der unterirdische Test sei in einer sicheren Umgebung und "in perfekter Art und Weise" durchgeführt worden.

Die amtliche Agentur KCNA bezeichnete den Test zugleich als "Teil von Maßnahmen zum Schutz unserer nationalen Sicherheit und Souveränität". Nordkorea kommt damit seinem Ziel näher, einen atomaren Sprengsatz bauen zu können, der auf eine Rakete montiert werden kann. Eine Bestätigung des Tests kam auch von der südkoreanischen Regierung in Seoul.

Drohung im Januar

Zuvor hatten Erdbebenexperten aus Südkorea, China und den USA mitgeteilt, sie hätten Erdstöße in Nordkorea registriert. Pjöngjang hatte im Januar mit einem Atomversuch und weiteren Raketentests gedroht, aus Protest gegen die Ausweitung von UN-Sanktionen. Der UN-Sicherheitsrat hatte mit dem Sanktionsbeschluss auf einen nordkoreanischen Raketenstart im Dezember reagiert.

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Neue Provokation aus Nordkorea (24.01.2013)

Während das Land von einem Satellitenstart zu friedlichen Zwecken gesprochen hatte, sahen die USA, Südkorea und andere Staaten darin einen Waffentest im Rahmen des nordkoreanischen Atomprogramms.

Nordkorea hatte bereits 2006 und 2009 Atomtests vorgenommen, die jeweils UN-Sanktionen nach sich zogen. Dem Land ist es durch UN-Resolutionen verboten, Atom- und Raketentechnik zu entwickeln.

Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats

Unmittelbar vor dem jetzigen neuen Atomwaffentest hatte das Politbüro der herrschenden kommunistischen Arbeiterpartei nach Berichten der Staatsmedien dazu aufgerufen, "eine uneingeschränkte Aktion von hoher Intensität zu unternehmen, um die Sicherheit und Souveränität des Landes zu schützen". Die Selbstverteidigung des Landes müsse ausgebaut werden.

An diesem Dienstag befasst sich nach Angaben von Diplomaten der UN-Sicherheitsrat mit dem aktuellen Vorfall. Das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen soll demnach um 9.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MEZ) zu einer Dringlichkeitssitzung in New York zusammenkommen.

gri/gmf/wl (dpa, ap, rtr)

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