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Aktuell Asien

Nord- und Südkorea vereinbaren Treffen

Nach monatelanger Eiszeit haben Nord- und Südkorea wieder einen Schritt aufeinander zu gemacht. Überraschend vereinbarten beide Seiten, ihren Dialog zur Verbesserung der Beziehungen wieder aufzunehmen.

Die seit Februar ausgesetzten Gespräche zwischen Nord- und Südkorea solle nun wieder fortgesetzt werden, teilte das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium in Seoul mit. Die erste Begegnung soll Ende Oktober oder Anfang November stattfinden.

Die Einigung wurde nach einem Treffen hochrangiger Vertreter beider Seiten bekanntgegeben. Die nordkoreanische Delegation war überraschend anlässlich der Abschlussfeier der Asienspiele ins südkoreanische Incheon gekommen.

Kim schickte seine Nummer zwei

Zu den Gästen aus Nordkorea gehörte der Leiter des Politbüros der Armee, Hwang Pyong So (Artikelbild links in Uniform), der als Nummer zwei des kommunistischen Landes hinter Staatschef Kim Jong Un gilt, sowie sein Vorgänger Choe Ryong. Bei ihrem Besuch in Incheon kamen sie unter anderem mit Südkoreas Wiedervereinigungsminister Ryoo Kihl Jae zusammen.

Formal immer noch im Kriegszustand

Die generell angespannten Beziehungen der beiden koreanischen Nachbarstaaten hatten sich in den vergangenen Monaten erheblich verschärft. Das abgeschottete Regime in Pjöngjang zeigte sich verärgert über mehrere Militärmanöver Südkoreas mit den USA und nahm daraufhin demonstrativ mehrere Raketentests vor. Dies wiederum wurde von Seoul und der internationalen Staatengemeinschaft scharf verurteilt.

Die beiden koreanischen Staaten befinden sich formal immer noch im Kriegszustand. Denn nach dem Koreakrieg zwischen 1950 und 1953 wurde kein Friedensvertrag geschlossen. Nahc Einschätzung von Beobachtern ist die Entsendung von Hwang und Choe beispiellos. Beide sind enge Vertraute von Staatsführer Kim. Womöglich hätten sie einen Brief von Kim überbracht, wird vermutet. Laut dem Wiedervereinigungsministerium in Seoul sollten die Nordkoreaner an der Abschlusskundgebung der Asienspiele teilnehmen, bevor sie zurück nach Pjöngjang fliegen.

Kim meidet die Öffentlichkeit

Machthaber Kim Jong Un ist bereits seit mehreren Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Die Führung in Pjöngjang hatte zuletzt eingeräumt, dass er gesundheitliche Probleme habe. Filmaufnahmen vom Sommer zeigten ihn leicht hinkend und mit Übergewicht.

uh/ml (dpa,afp)

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