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Pressemitteilungen

Norbert Walter: Mit Rot-Grün keine Erholung an den Finanzmärkten

Chefvolkswirt der Deutschen Bank im Gespräch mit DW-TV

Mit der Wiederwahl der rot-grünen Bundesregierung erwartet der Chefvolkswirt der Deutschen Bank Norbert Walter keine Erholung an den Finanzmärkten: "Ich bin in Sorge, dass die ohnehin international sehr belasteten Finanzmärkte uns in der nächsten Zeit große Schwierigkeiten machen. Und dass der Umstand, dass Deutschland als wichtiger Architekt in Europa nicht funktioniert, negativ von den Märkten bewertet wird."

In einem Interview mit DW-TV, dem deutschen Auslandsfernsehen in Berlin, sagte Walter, das knappe Ergebnis der deutschen Bundestagswahl sei nicht das von den Märkten erhoffte. "Was sie sich wohl gewünscht haben, ist eine klare Mehrheit mit nennenswertem Vorsprung. Aber das wird wohl für die nächsten Jahre eine Zitterpartie", so der Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

Auch in den nächsten Monaten sei mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu rechnen, wenn Reformen ausblieben. "Ich fürchte, die richtigen Antworten, die den Markt endlich befreien werden, wird es nicht geben, weil die Gewerkschaften dagegen sind." Und das bedeute, dass Deutschland sowohl beim Wirtschaftswachstum als auch bei der Börsenentwicklung wahrscheinlich Schlusslicht bleiben werde, prognostizierte Walter im Fernsehen der Deutschen Welle.

23. September 2002
151/02