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Pressemitteilungen

Norbert Walter: „Bin skeptischer als der IWF"

Chefvolkswirt der Deutschen Bank im Interview von DW-TV

„Ich bin skeptischer als der IWF und glaube, dass wir die grundlegenden Wirtschaftsreformen, die ein höheres Wachstum auch für die Jahre danach sichern würden, noch immer nicht erreicht haben − unglücklicherweise.“ Das sagte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, in einem Interview von DW-TV. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte zuvor seine Wachstumsprognose für die Bundesrepublik kräftig angehoben − um 0,7 Prozentpunkte mehr als noch im Frühjahr auf jetzt zwei Prozent.

Zur Erwartung des IWF, die Europäische Zentralbank werde im kommen­den Jahr vermutlich die Zinsen erhöhen, sagte der Finanzexperte, die Zent­ralbank kämpfe „gegen eine Inflation, die eigentlich keine ist“. Wenn im Zuge der geplanten Mehrwertsteuererhöhung und höherer Energiepreise die Verbraucherpreise steigen würden, „dann ist das kein Anlass, mit Zins­erhöhungen auf eine solche Entwicklung zu reagieren. Das ist eher rezes­sionsgefährdend.“

Zur weiteren Konjunkturentwicklung in Deutschland wies Walter auf inter­national tätige deutsche Firmen hin, „die sich wunderbar aufgestellt und ihre Kosten in Ordnung gebracht haben“. Besondere Abschreibungen, die die Investitionen in diesem Jahr angekurbelt hätten, würden im nächsten Jahr an Wirksamkeit verlieren. Darüber hinaus sei „offenkundig, dass wir ein großartiges Weihnachtsgeschäft 2006 bekommen. Das aber bedeutet, dass das Geschäft zwischen Weihnachten und Ostern 2007 ziemlich flau sein wird“, so Walter im deutschen Auslandsfernsehen.

14. September 2006
244/06

  • Datum 14.09.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/97Qf
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