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Politik

Norbert Röttgen: "Wir wollen mit konkretem Handeln vorangehen"

Deutschlands Umweltminister Röttgen hat den Petersberger Klimadialog als Erfolg gewertet. Die Gespräche würden auch Bewegung innerhalb der UN erzeugen, sagte Röttgen im Gespräch mit der DW und weiteren Rundfunkanstalten.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (Foto: dpa)

Bundesumweltminister Norbert Röttgen

Der internationale Klimadialog auf dem Petersberg bei Bonn hat nach Einschätzung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen die Verhandlungen für einen stärkeren Klimaschutz vorangebracht. "Es gibt einen schönen Kommentar meines ägyptischen Kollegen, der sagte, dass es uns hier gelungen sei, das Eis zu brechen, das sich nach Kopenhagen ausgebildet hatte", sagte Röttgen am Dienstag (04.05.2010) gegenüber der Deutschen Welle und drei weiteren Rundfunkanstalten. Er betonte, dass es das wichtigste Ziel gewesen sei, "wieder Vertrauen zu schaffen und wieder eine Handlungsatmosphäre zu begründen".


Mit Äthiopien will Deutschland nach Angaben des Ministers ein Projekt starten, "das dazu dient, dass sich verwundbare Ländern an den Prozess des Klimawandels anpassen können". Es solle darum gehen, gemeinsam Strategien zu entwickeln, die für Entwicklungsländer auch umsetzbar sind. Gemeinsam mit Südkorea wolle man zudem "ein weiteres Projekt entwickeln, wie man zu CO2-Minderung kommen kann, indem man Marktinstrumente, also Handelssysteme, verwendet."

"Den Prozess beschleunigen"

Röttgen äußerte die Hoffnung, dass sich Klima-Allianzen aus den handlungswilligen Ländern bilden würden, betonte zugleich jedoch, dass man nicht mit den Vereinten Nationen konkurrieren wolle. "Wir sagen, dass wir innerhalb des UNO-Prozesses mit konkretem Handeln vorangehen wollen und diesen Prozess auch voranbringen wollen", sagte Röttgen. "Der Prozess soll nicht vereitelt, sondern gerade zu einem Ergebnis geführt werden - und zwar beschleunigt." Die UN seien alternativlos, wenn es darum gehe, auf globale Herausforderungen globale Antworten zu finden.

Den Ansatz, nicht alle 192 Staaten zu dem Treffen einzuladen, verteidigte Röttgen. Unter den 45 geladenen Ländern, von denen 35 Minister entsandten, seien alle Regionen und Problemsichten vertreten. "Wir wollten eine informelle Arbeitsatmosphäre schaffen. Die kann man nur in einer überschaubaren Zahl verwirklichen."

Autorin: Sandra Petersmann

Redaktion: Dеnnis Stutе

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