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Amerika

Nominierungsparteitag für das Oval Office

Die Nominierungsparteitage gehören zu den Höhepunkten des Wahljahres in den USA. Unter glitzerndem Konfetti-Regen steht dort am Ende der Kandidat, der um den Einzug ins Oval Office kämpfen wird. Ein Stichwort.

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In Siegespose: Bush-Herausforderer John Kerry

Der Weg ins Weiße Haus - er ist weit. Wer auch immer am 2. November 2004 die Wahl für sich entscheiden kann, hat einen monatelangen, kräftezehrenden Vorwahlkampf hinter sich. Dieser erreicht nun mit den Nominierungsparteitagen einen Höhepunkt. Die Demokraten treffen sich vom 26. bis zum 29. Juli in Boston, die Republikaner einen Monat später in New York.

Bedeutung verloren

Von ihrer einst zentralen Bedeutung haben diese Veranstaltungen inzwischen viel eingebüßt. Noch immer fällt bei diesen Parteitagen zwar die offizielle Entscheidung darüber, wer um den Einzug ins Weiße Haus kämpfen wird. Durch den monatelangen Vorwahlkampf steht das Ergebnis heute aber schon so gut wie fest, wenn die Delegierten sich im Sommer treffen.

Gedacht war das nicht so: Ursprünglich sollten die Vorwahlen - die unzähligen Caucuses und Primaries - lediglich einen Stimmungstest geben, wer die besten Chancen besitzt. Die eigentliche Entscheidung aber sollte erst auf dem Nominierungsparteitag fallen.

Interesse wecken

Der Favorit der Vorwahlen ernennt in der Regel bereits vor dem Bundesparteitag seinen Vize, er hat in der Regel außerdem schon einen Entwurf für das Wahlprogramm vorgelegt - all das also, ohne offiziell nominiert zu sein. Das Risiko, dass ein Konvent diesen Kandidaten ablehnt, hält sich allerdings in Grenzen.

Politisch ist die Bedeutung der Parteitage demnach eher gering. Allerdings haben die Wahlforscher ermittelt, dass das Interesse der Öffentlichkeit nach den Parteitagen noch einmal deutlich zunimmt. Die Parteitage erfüllen damit zumindest die Funktion, die Aufmerksamkeit der Wähler auf die anstehende Wahl zu lenken.

Inszenierte Politik-Feste

Bei den Parteitagen selbst handelt es sich um politische Volksfeste, die nach einer bis ins Kleinste geplanten Dramaturgie ablaufen. Ihr Höhepunkt ist die Kandidatenkür. Deren grell-bunte Bilder - Konfetti-Regen, Luftballons und tausende jubelnde Delegierte - haben inzwischen auch in den deutschen Nachrichten ihren festen Platz.

Die Größe der Parteitage ist unterschiedlich. Die Demokraten schicken 2004 nach eigenen Angaben 4353 Delegierte nach Boston, die Republikaner 2509. Eine Eigenheit der Demokraten ist es, dass nur etwa 80 Prozent von ihnen bei den Primaries und Caucuses ermittelt wurden. Die anderen sind so genannte "Super Delegates", die ebenfalls an der Wahl teilnehmen. Sie werden von der Parteiführung bestimmt und sollen verhindern, dass die Basis einen chancenlosen Kandidaten ins Rennen schickt. (akü)

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