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Kultur

Noch kein neuer Papst gewählt

Das Konklave im Vatikan hat am Vormittag des zweiten Wahltags keinen neuen Papst gewählt: Erneut stieg schwarzer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle auf.

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Schwarzer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle

Die Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle haben sich am Dienstagmorgen (19.4.2005) noch nicht auf einen neuen Papst geeinigt. Zum Zeichen, dass auch der zweite und dritte Wahlgang nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit brachten, stieg erneut schwarzer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle. Erst weißer Rauch signalisiert, dass sich die 115 Kardinäle auf einen Nachfolger für Papst Johannes Paul II. geeinigt haben. Zwei weitere Abstimmungen sind für den Nachmittag vorgesehen.

Ratzinger im Mittelpunkt

Nach italienischen Medienberichten steht nach wie vor der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger (78) im Mittelpunkt. Hinter ihm stünden zwischen 40 bis 60 Kardinäle, hieß es. Experten in Rom sprechen von "entscheidenden Stunden", möglicherweise werde der neue Papst noch im Laufe des Tages gewählt. Neben Ratzinger gelten vor allem italienische Kardinäle wie Dionigi Tettamanzi und Camillo Ruini als aussichtsreiche Kandidaten.

Auf dem Petersplatz versammelten sich auch am Dienstagmittag wieder Tausende Menschen, um das Aufsteigen des Rauchs vom Dach der Sixtinischen Kapelle zu verfolgen. Schon am Vorabend hatte der dunkle Rauch der verbrannten Stimmzettel bei rund 40.000 Menschen auf dem Petersplatz erste Enttäuschung über den negativen Wahlverlauf ausgelöst.

Keine lange Papstwahl

Im vergangenen Jahrhundert hat kein Konklave länger als drei Tage gedauert. Johannes Paul II. wurde im Oktober 1978 nach acht Abstimmungen an drei Tagen gewählt. (mik)

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