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Wissen & Umwelt

Nobelpreis für das Universum

Die Astronomen Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam G. Riess haben durch Beobachtung von Supernovae gezeigt, dass sich die kosmische Expansion beschleunigt. Dafür erhalten sie nun den Nobelpreis für Physik.

Eine Supernova - ein Stern explodiert am Ende seiner Lebenszeit (Foto: mozzyb/Fotolia.com)

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr gleich an drei Wissenschaftler. Die US-Amerikaner Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam G. Riess hatten Ende der 1990er Jahre durch die Beobachtung entfernter Supernovae, Sterne die am Ende ihrer Lebenszeit explodieren, unabhängig voneinander entdeckt, dass sich das Universum beschleunigt ausbreitet.

Portraits der Preisträger Saul Perlmutter, Adam Riess und Brian Schmidt (foto: dpa)

Die Preisträger Perlmutter, Riess und Schmidt (v.l.n.r.)

Der 1959 geborene Perlmutter leitet das Supernova Cosmology Project (SCP), ein astrophysikalisches Forschungsprojekt verschiedener internationaler Institute. Es war eines der beiden Forscherteams, die aus der Messung der Helligkeit explodierender Sterne, sogenannter Supernovae, auf eine Beschleunigung der kosmischen Expansion schlossen. Dies lief entgegen der damals gängigen Meinung, dass die Ausdehnung des Universums verlangsamt ablaufe. Unabhängig von Perlmutter hatte gleichzeitig das High-z Supernova Search Team, zu dem die beiden anderen Preisträger, der 44-jährige Schmidt und der 41-Jährige Riess, gehören, die gleiche Entdeckung gemacht. Sie war Auslöser der heutigen Suche nach der Natur der Dunklen Energie, die rund drei Viertel der Masse des Universums ausmacht.

Der Nobelpreis für Physik ist mit 10 Millionen Schwedischen Kronen dotiert – umgerechnet rund 1,1 Millionen Euro. Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Autor: Andreas Sten-Ziemons
Redaktion: Judith Hartl

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