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Kultur

Nitrat im Salat

Verbraucher bezahlen ihre wachsende Vorliebe für scharf würzigen Rucola-Salat nach neuen Untersuchungen mit einer extrem hohen Aufnahme von Nitrat. Die Stickstoff-Verbindung gilt als gesundheitlich bedenklich, da aus ihr Krebs erregende Nitrosamine im Körper entstehen können. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart habe in den löwenzahnähnlichen Rucola-Blättern Rekordmengen von bis zu 13 Gramm Nitrat pro Kilogramm nachgewiesen - etwa drei Mal so viel, wie in Kopfsalat maximal zulässig sei, schreibt das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe.

Auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit berichte von "vielfach extrem hohen Nitratgehalten" in untersuchten Proben. Beanstanden könnten die Behörden das unter anderem in Südeuropa beheimatete Gewächs gleichwohl nicht: Anders als etwa im Fall von Spinat, Eisberg- oder Eichblattsalat, die als stark Nitrat anreichernd bekannt sind, fehle ein Grenzwert für Rucola. Schon im Jahr 2000 hätten Nordrhein- Westfalen und Rheinland-Pfalz gesetzgeberische Aktivitäten beim Bundesverbraucherschutzministerium angemahnt.

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  • Datum 04.01.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/36Gc
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