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Kultur

Nimm dies, Puppe!

Erst haben sie sie lieb, dann werden sie gequält: Mädchen in Großbritannien hassen ihre Barbies nach einigen Jahren der innigen Zuneigung offenbar so sehr, dass sie die blonden Puppen geradezu foltern. Dies ist kein Einzelfall. Die renommierten Universität von Bath in der westenglischen Grafschaft Somerset wollte für eine Studie eigentlich wissen, welche Rolle Markennamen für Kinder spielen - dabei stellte sich heraus: Mädchen zwischen dem siebten und elften Lebensjahr würden Barbies oft verstümmeln, ihnen die Haare abschneiden, sie manchmal gar enthaupten und in Extremfällen in der Mikrowelle schmoren lassen.

Viele Mädchen würden die "Barbie-Folter" als ganz normal und sogar als "cool" ansehen im Vergleich zu der früheren liebevollen Beschäftigung mit der Puppe. Als vorrangige Erklärung für das Gewalt-Phänomen nannte die Forschungsteamleiterin Agnes Nairn, dass sich die Mädchen mit dem Älterwerden von einem "babyhaften" Symbol ihrer frühen Kindheit abwenden. Aus der Puppe mit eigener Persönlichkeit werde schließlich ein bloßer Gegenstand, den man zerstören könne wie eine Getränkedose.