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Kultur

Nikolaus, Knecht Ruprecht und Weihnachtsmann

Sie sind Gabenbringer, kommen mal aus den Tiefen des Waldes, mal aus himmlischen Sphären: Die Legende rückt Nikolaus, Knecht Ruprecht und den Weihnachtsmann in die Nähe von Märchenfiguren.

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Die Legende lebt!

Der Älteste unter den dreien ist der Nikolaus. Als Bischof von Myra lebte er im vierten Jahrhundert in Kleinasien. Nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt, vor allem in der Ostkirche. Beschreibungen seines Lebens existieren seit dem 9. Jahrhundert. Man erzählt, er habe drei Gefangene befreit, drei armen Mädchen zur Hochzeit Geld geschenkt und drei Unschuldige vor dem Blutsrichter gerettet. Er gilt als Schutzherr unter anderem der Kinder und Schüler. Sein Todestag, der 6. Dezember, wurde in den Heiligenkalender der Kirche aufgenommen.

Der heutzutage mit dem Nikolausfest verbundene Brauch des Schenkens geht auf das Kinderbischofsspiel "ludus episcopi puerorum" in den mittelalterlichen Klosterschulen zurück. Dabei übernahm ein Schüler für einen Tag die Rolle des Bischofs, befragte, tadelte und teilte Präsente aus. In der Reformationszeit spielte der Nikolaus als nächtlicher Gabenbringer im Brauchtum Deutschlands, Frankreichs, Englands, Österreichs und der Schweiz eine immer größere Rolle. Im 17. Jahrhundert wurden dramatisierte Nikolausspiele eingeführt. Dabei trat am Vorabend des 6. Dezember der Nikolaus als Schülerpatron auf und überprüfte die Kenntnisse in allgemeinen Glaubenslehren; so ließ er etwa die Zehn Gebote oder das Vaterunser aufsagen.

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