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Nika Lubitsch: Bestseller ohne Verlag

E-Books und Tablet-PCs mischen den traditionellen Literaturmarkt auf: Theoretisch kann jeder sein eigenes Buch veröffentlichen, ohne den klassischen Verlag im Hintergrund. Die Berliner Autorin Nika Lubitsch hat so mit ihrem Buch "Der 7. Tag" in Eigenregie einen Bestseller gelandet.

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Berliner Autorin Nika Lubitsch ist bereits unter ihrem bürgerlichen Namen als Sachbuchautorin für Frauenbücher erfolgreich. Mit Romanen aber hatte sie weniger Erfolg: Im Alter von 26. schrieb sie ihre erste Erzählung. Einen Verschwörungsthriller. Das Manuskript wurde von keinem Verlag akzeptiert. Es folgten immer neue Versuche, die nicht mit Erfolg gekrönt waren. 1999 dann schrieb sie "Der 7. Tag" und bekam ausschließlich Absagen auf ihr eingeschicktes Manuskript. Schließlich engagierte sie einen Lektor, der nur hämische Kommentare für ihre Story übrig hatte. Nach einem Online-Schreibkurs entdeckte sie die Möglichkeiten des Digital Publishing und lernte, dass sie bei der Autorenplattform von Amazon lediglich ein formatiertes Manuskript und ein Buchcover liefern muss, um zu veröffentlichen. Gewinnbeteiligung des Autoren: 70 Prozent. Der 7. Tag ging im Sommer 2012 online - und Nika Lubitsch schaffte es zeitweise sogar vor "Shades of Grey" in die Kindle-Verkaufs-Charts. Im November knackte sie die 100.000er-Verkaufsmarke. Inzwischen haben Verlage aus 11 Ländern Interesse an ihrem Krimi angemeldet. In Deutschland steht er seit dem 17. Dezember 2012 als Taschenbuchausgabe in einigen Buchläden.