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Aktuell Afrika

Nigerias Armee erobert umkämpfte Stadt Baga zurück

Als die Terrormiliz Boko Haram Anfang Januar die Stadt Baga im Norden Nigerias einnahm, richtete sie ein wahres Blutbad an. Jetzt meldet Nigerias Armee die Rückeroberung der Stadt.

"Die Truppen haben heute Nachmittag nach heftigen Gefechten mit Terroristen Baga eingenommen. Die Säuberung geht weiter. Schwere Verluste", teilte das Militär über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mit. Eine unabhängige Bestätigung gab es nicht. Boko Haram hatte die Stadt am Ufer des Tschad-Sees am 3. Januar eingenommen. Es wird befürchtet, dass die radikalislamische Rebellengruppe dabei mehrere hundert Menschen ermordete.

Die Berichte über die Vorkommnisse in der Region Baga hatten weltweit Entsetzen ausgelöst. Amnesty International sprach vom bislang wohl schlimmsten Terrorakt in dem westafrikanischen Land.

Gemeinsam gegen die Terrormiliz

Unterdessen tötete Boko Haram bei einem Angriff auf ein Dorf in Niger sieben nigrische Soldaten. Bei dem Überfall auf das Dorf Karouga nahe dem Tschad-See im Südosten Nigers habe die Sunnitengruppe ihrerseits 14 Kämpfer verloren, erklärte die Armee. Ein Vertreter der tschadischen Sicherheitskräfte sagte, die Angreifer hätten nach dem Überfall über den Tschad-See auf das Gebiet des Tschad zu gelangen versucht, doch habe die Luftwaffe eingegriffen und ihre fünf Boote zerstört.

Die Terrormiliz hatte in den vergangenen Monaten ihre Angriffe vom Nordosten Nigerias auf die Nachbarländer Kamerun, Tschad und Niger ausgedehnt. Diese entschlossen sich daraufhin zum Eingreifen und entsandten Truppen in ihre Grenzgebiete zu Nigeria. Anfang Februar beschlossen Nigeria, Kamerun, Tschad, Niger und Benin zudem, eine Eingreiftruppe von 8700 Soldaten gegen die sektenartige Rebellengruppe aufzustellen. Die Islamisten kämpfen seit 2009 mit Gewalt für einen Gottesstaat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Etwa 13.000 Menschen sind bereits getötet worden.

gmf/se (afp, dpa, rtr)