1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Afrika

Nigeria: Schülerinnen sollen Anfang der Woche freikommen

Nach der Waffenruhe zwischen Regierung und Boko Haram in Nigeria wächst die Hoffnung auf eine baldige Freilassung der entführten Schülerinnen. Vieles deutet auf einen Termin Anfang der Woche hin.

Einen Tag nach der Nachricht über eine Waffenruhe zwischen der Regierung und der Terrorgruppe Boko Haram wartet Nigeria auf die Freilassung der Mädchen. Sie waren vor sechs Monaten von der Islamistenmiliz entführt worden.

Vertreter der Regierung und der Boko Haram sagten dem US-Sender Voice of America, die Mädchen könnten am kommenden Montag freikommen. Sie sollen im benachbarten Tschad dem dortigen Präsidenten Idriss Deby übergeben werden. Voice of America gibt die Zahl der Schülerinnen, die sich noch in der Gewalt von Boko Haram befinden, mit 219 an. Ein Vertreter des Präsidialamts in Abuja fügte hinzu, spätestens Dienstag solle die Übergabe stattfinden.

Video ansehen 02:24

Jan-Philipp Scholz aus Nigeria

Deby war auch maßgeblich an den Gesprächen über eine Waffenruhe zwischen Nigerias Armee und den Islamisten beteiligt. Diese war Freitag vereinbart worden. Unklar blieb, welche Gegenleistung Nigerias Regierung für die Freilassung erbringt. Die Terrormiliz, deren Anschlägen bereits Tausende Menschen zum Opfer fielen, hatte die Freilassung inhaftierter Kämpfer gefordert.

Weltweite Empörung

Die Islamisten hatten im April mehr als 240 Mädchen aus einem Internat im Norden Nigerias verschleppt. Von mehr als 200 von ihnen fehlte bislang jede Spur. Die Entführung hatte weltweit Empörung ausgelöst. Mit der Aktion "Bring back our girls" setzten sich zahllose Menschen für die Befreiung der Schülerinnen ein.

Boko Haram überfällt seit 2009 immer wieder Dörfer und verübt Anschläge. Nach Angaben von Human Rights Watch töteten die Kämpfer allein in diesem Jahr bislang etwa 2000 Menschen. Soldaten der nigerianischen Armee kämpften zuletzt im Norden des Landes gegen die Terrormiliz, die dort einen Gottesstaat errichten will.

pg/uh (dpa, epd)

Audio und Video zum Thema