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Afrika

Nigeria/Deutschland: Interkulturelle Reporterteams berichten gemeinsam

"Menschenhandel in Afrika" - zu diesem Thema arbeiteten Journalisten aus Nigeria und Deutschland zusammen und machten dabei sowohl journalistisch als auch interkulturell einzigartige Erfahrungen.

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Das Projekt, finanziert durch die Mittel des Auswärtigen Amtes, begann in Benin Citiy, Nigeria. Sechs deutsche Fernsehjournalisten reisten dorthin, um sechs nigerianische Kollegen zu treffen, mit denen sie insgesamt vier Wochen lang zu dem schwierigen Thema Menschenhandel arbeiten wollten, in nigerianisch-deutschen Zweierteams - zuerst zwei Wochen in Nigeria, anschließend zwei Wochen in Deutschland.


Das gemeinsame Ziel: sie wollten einen Einblick in die jeweilige Arbeitswelt des Kollegen erhalten und in allen Produktionsprozessen von einander profitieren. Sie wollten gemeinsam recherchieren und einander helfen, ungewöhnliche Kontakte in den jeweiligen Ländern zu knüpfen, um Filme zum Thema Menschenhandel zu produzieren.

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In Nigeria sprachen die Teilnehmer mit Opfern, mit Ermittlern und Mitarbeitern der NGOs, die ihre unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema Menschenhandel darlegten. Die Gruppe traf die regionale Chefin von National Agency for the Prevention of Trafficking in Persons (NAPTIP) der nigerianischen Anti-Menschenhandels-Behörde, den regionalen Vize-Direktor von Nigerian Television Authority (NTA) und einen ehemaligen Juju-Priesters.


In Deutschland stand der Besuch des Bundeskriminalamt auf dem Programm sowie Treffen mit Verantwortlichen der Frankfurter Polizei, einer Staatsanwältin und verschiedenen NGOs. Die Teilnehmer informierten sich zum Thema im Auswärtigen Amt (AA) und trafen außerdem die Vorsitzende des Bundestags-Menschenrechtsausschusses, Herta Däubler-Gmelin. Sie diskutierten mit den österreichischen Journalistinnen, Mary Kreutzer und Corinna Milborn, die im Frühjahr 2008 das Buch „Ware Frau – Auf den Spuren moderner Sklaverei von Afrika nach Europa“ veröffentlicht hatten.


Die Tage waren randvoll mit Gesprächsterminen, Dreh- und Produktionsaktivitäten. Insgesamt jedoch hatten die 12 nigerianischen und deutschen Journalisten nur 20 Tage, um im interkulturellen Kontext ihre Filmbeiträge umzusetzen. In dieser Zeit sind sechs Filme entstanden, die das Thema Menschenhandel auf vielfältige Weise aufbereitet haben.


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Die Filme berichteten über die Rolle der nigerianischen Juju-Religion im Menschenhandel, zeigen die Erfahrungen eines ehemaligen Juju-Priesters und die Arbeit eines nigerianischen Ermittlers sowie die eines deutschen Polizisten. Ein Opfer des Menschenhandels, das sein Leben neu aufbauen will, kommt zu Wort und es entstand auch ein Portrait über einen deutschen Freier, der geholfen hatte, einen großen Ring von nigerianischen Menschenhändlern auffliegen zu lassen.


Einige Beiträge wurden in Nigeria bei dem Sender African Independent Television (AIT) gesendet und im Fernsehprogramm der Deutschen Welle.

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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