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Aktuell Europa

Nigel Farage tritt als Chef der britischen UKIP-Partei zurück

Der Wortführer der Brexit-Kampagne kneift: Als Parteivorsitzender wirft er das Handtuch. Begründung: Er wolle "sein Privatleben wiederhaben". Doch bei den EU-Austrittsverhandlungen will er weiter mitmischen.

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Brexit-Wortführer Nigel Farage tritt zurück

Der Chef der eurokritischen UKIP-Partei, Nigel Farage, hat seinen Rücktritt angekündigt. Er wolle seiner Partei jedoch weiterhin behilflich sein, sagte Farage. Zugleich fordert er, dass der neue Premierminister ein Befürworter des Austritts aus der EU sein müsse.

Mit der Brexit-Entscheidung der Briten habe er sein politisches Ziel erreicht, sagte der Politiker vor Journalisten in London. Auch weiterhin werde er die EU-Austrittsverhandlungen in Brüssel verfolgen und dabei "aufpassen wie ein Schießhund". Farage wird seinen Sitz im Europäischen Parlament behalten, dem er seit 17 Jahren angehört.

Zweite Überraschung

Der Rückzug des Politikers von der Parteispitze ist die zweite große Überraschung nach dem Referendum im Vereinigten Königreich. Erst vor wenigen Tagen hatte der frühere Bürgermeister von London, Boris Johnson, seinen Verzicht auf eine Kandidatur als Premierminister verkündet. Die Wortführer des Brexit treten damit ins zweite Glied.

Der ehemalige Investmentbanker Farage war einer der entschiedensten Verfechter des EU-Ausstiegs, für den sich die Briten vor eineinhalb Wochen mit rund 52 Prozent der Stimmen aussprachen. Er stand seit 2010 an der Spitze der Unabhängigkeitspartei, zuvor war er bereits von 2006 bis 2009 UKIP-Parteichef gewesen. Der 52-Jährige gilt als Hardliner, der vor allem Migration zu einem Hauptthema des Brexit-Wahlkampfs gemacht hatte. Kritiker warfen ihm vor, er sei ein Demagoge und schüre in der Bevölkerung Ängste gegen Ausländer.

jj/kle (dpa, afp, rtr)

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