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Sport

Niederlande: Die 'nächste Generation'

Der 25. Juni 1988 war ein Tag ganz in Orange. Die Niederlande gewannen in München gegen Russland die Fußball-Europameisterschaft. 20 Jahre danach soll sich einige Kilometer weiter südlich die Geschichte wiederholen.

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"Ohne Holland fahren wir zu WM" - dieser Hit ist inzwischen sechs Jahre alt. 2002 hatten die Niederländer die Qualifikation für die WM in Japan und Südkorea verpasst. Die Schadenfreude der deutschen Fans war ihnen gewiss. Das große Turnier in diesem Jahr, die EM in Österreich und der Schweiz, dürfen die Fans in Orange aber wieder aus der Nähe erleben.

Schmerzensmann Rafael van der Vaart Querformat

Rafael van der Vaart - einer von drei HSV-Spielern im Kader

Der Zeitpunkt für einen Titelgewinn könnte günstiger kaum sein: Fast auf den Tag genau 20 Jahre nach dem EM-Erfolg in München wollen die Niederlande ihren Fans endlich wieder einen Pokal präsentieren. Dass aus Rafael van der Vaart einmal einer der Hoffnungsträger für dieses Projekt werden würde, ahnte 1988 allerdings wohl noch niemand. Der heutige Mittelfeldstar des Hamburger SV war damals ganze fünf Jahre alt: "Ich kann mich fast gar nicht mehr an diese EM erinnern. Aber ich weiß natürlich, dass es das erfolgreichste Turnier von Holland war. Jetzt hoffe ich natürlich, dass das wieder passiert."

Neuer Bondscoach gab der "Elftal" ein neues Gesicht

Schon bei der WM 2006 in Deutschland hatten die Fans vom Titel geträumt, mussten aber nach dem 0:1 im Achtelfinale gegen Portugal wieder die Heimreise antreten. Seitdem ist in der so genannten "Elftal" viel passiert: Kapitän Phillip Cocu trat zurück, der erfahrene defensive Mittelfeldmann Clarence Seedorf vom AC Mailand sagte genauso ab wie Mark van Bommel (Bayern München) - dafür kehrte Real Madrids Stürmerstar Ruud van Nistelroy zur Mannschaft zurück.

Marco van Basten

Frisch geschoren, aber nach wie vor umstritten: Marco van Basten

Trainer Marco van Basten, der 2004 Bondcoach-Nachfolger von Dick Advocaat wurde, baute außerdem viele junge Spieler in die Mannschaft ein. Rafael van der Vaart ist sich sicher, dass diese Mischung eine gute Basis für erfolgreiche Spiele ist. "Wir haben jetzt eine ganz andere Mannschaft als noch 2006. Aber wir sollten vor dem Turnier nicht zu viel reden, sondern auf dem Platz Leistung bringen. Wenn wir das machen, dann können wir auch weit kommen", so der 25-Jährige.

Keine Angst vor Italien und Frankreich

In der Vorrunde stehen Spiele gegen Weltmeister Italien (9. Juni), dessen Endspielgegner Frankreich (13.) und Rumänien (17.) an. Van der Vaart und seine Mannschaftskollegen sind aber weit davon entfernt, schon vor dem ersten Pass die Flinte ins Korn zu werfen: "Die anderen Mannschaften sind sicher auch nicht so froh, dass wir in ihrer Gruppe sind. Das sind doch außerdem genau die Spiele, warum ich Fußballprofi geworden bin."

Meistens haben die Niederlande bei Europameisterschaften durchaus erfolgreich gespielt. 1976 sprang gleich auf Anhieb Platz drei heraus. Nach dem Titelgewinn 1988 in Deutschland erreichten sie zwischen 1992 und 2004 immerhin dreimal das Halbfinale. Zuletzt kam dort in Griechenland nach einem 1:2 gegen Portugal das EM-Aus.

Mannschaft will van Basten ein Abschiedsgeschenk machen

Marco van Basten sitzt bei der EM zum letzten Mal auf der Bank der Nationalmannschaft. Der 43-jährige ehemalige Topstürmer wechselt zur neuen Saison zu Ajax Amsterdam. Die meisten seiner Spieler finden das sehr schade. "Marco ist wichtig für diese Mannschaft. Er kann besonders gut mit jungen Spielern umgehen. Deswegen müssen wir auch alles versuchen, mit ihm bei der EM Erfolg zu haben", sagt etwa Mittelfeldmann Nigel de Jong vom HSV.

Huntelaar

Klaas Jan Huntelaar (M.) traf auch im Testspiel gegen die Ukraine

Torwart und Kapitän Edwin van der Sar musste in den zwölf Qualifikationsspielen nur fünf Mal hinter sich greifen. Die Abwehr ist also gerüstet für die EM. In der Offensive ist dagegen nach nur 15 Treffern noch Luft nach oben. Neben Ruud van Nistelrooy ruhen die Hoffnungen der Oranja-Fans vor allem auf Klaas Jan Huntelaar von Ajax Amsterdam. Der 24-Jährige Stürmer traf in der abgelaufenen Spielzeit 33 Mal.

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