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Eishockey-WM

Niederlage für DEB-Team

Statt zu liefern kassiert die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ihre dritte Pleite im fünften WM-Spiel. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm verliert gegen Dänemark und muss um den Einzug ins Viertelfinale bangen.

Was für ein Auftakt: In der neunten Minuten trifft Patrick Reimer aus der Luft zum 1:0. Eine Minute später setzt Brooks Macek zum 2:0 nach. Fast hätte man meinen können, der Knoten sei geplatzt, der Druck endlich raus. Aber dann gibt das DEB-Team nach einem Doppelschlag der Dänen durch Frederik Storm und Morten Poulsen die Führung aus der Hand und lässt auch noch Chancen bis in die Verlängerung liegen. Dänemark trifft in der Zusatzspielzeit zum 3:2 mit einem Treffer von Peter Regin.

Das Zittern geht weiter

Eishockey-WM: Dänemark - Deutschland (picture alliance/dpa/M. Skolimowska)

DEB-Team vergibt Chance auf Sieg

Für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist es eine bittere Pleite bei dieser Heim-WM, denn ein Sieg sollte den Weg ins Viertelfinale ebnen. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Der einzige Vorwurf, den man uns machen kann ist, dass wir die Tore nicht gemacht haben. Das ist für uns natürlich jetzt frustrierend", sagte Kapitän Christian Ehrhoff und lobte Dänemarks starken Schlussmann Sebastian Dahm. Auch Bundestrainer Sturm meinte: "Der Unterschied war der Torhüter. Wir haben genügend Chancen gehabt, das Spiel zu gewinnen. Hat nicht sollen sein."

Zu allem Überfluss droht in Moritz Müller nach NHL-Torjäger Tobias Rieder ein weiterer Spieler nun verletzt auszufallen. Der Verteidiger der Kölner Haie musste bereits im ersten Drittel in die Kabine und kam nicht wieder aufs Eis. Dafür könnte am Samstag NHL-Star Leon Draisaitl erstmals bei der WM Auflaufen - in der Partie gegen Italien. Der 21-Jährige Playoff-Topscorer der Edmonton Oilers soll nach dem Saison-Aus in der nordamerikanischen Profiliga am Samstagvormittag in Frankfurt landen. "Wenn er sich gut fühlt, wird er spielen", sagte Bundestrainer Sturm. Auch Torhüter Philipp Grubauer kommt laut Sturm am Samstag, soll aber erst gegen Lettland spielen. Auf einen anderen NHL-Spieler verzichtete er gegen Dänemark.

Wirbel um Greiss

Torhüter Thomas Greiss von den New York Islanders saß offiziell wegen einer leichten Verletzung nur auf der Bank. Das DEB-Team hatte sich zunächst unbeeindruckt von den Vorwürfen an Greiss gezeigt. Der Deutsche Eishockey-Bund hatte zuvor bestätigt, dass Greiss unter anderem mit Zustimmung zu rechtsgerichteten Inhalten im sozialen Netzwerk Instagram während des US-Wahlkampfes seine Unterstützung vom inzwischen gewählten US-Präsident Donald Trump gezeigt hatte. Darüber hatte der Deutschlandfunk berichtet. Der DEB kritisierte noch unmittelbar vor dem Spiel, dass Greiss unter anderem auch einen Vergleich von Hillary Clinton mit Adolf Hitler mit dem 'Gefällt-Mir'-Button markiert hatte. Greiss hatte seine Zustimmung nach einem Gespräch mit dem Verband inzwischen wieder gelöscht. Dabei will es der DEB bewenden lassen.

ml (mit dpa und sid)

 

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