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Aktuell Deutschland

Niebel und Gates wollen den Hunger bekämpfen

Das Bundesentwicklungsministerium, die Bill & Melinda Gates Stiftung und mehrere Unternehmen wollen im Kampf gegen den Hunger stärker zusammenarbeiten. Gemeinsam stellen sie dazu mehr als 80 Millionen Euro bereit.

Das Ministerium und die Stiftung der Eheleute Gates steuern jeweils rund 20 Millionen Euro bei. Die Wirtschaft aus dem In- und Ausland stelle weitere 40 Millionen Euro in Aussicht, hieß es am Dienstag in Berlin. In einer gemeinsamen Initiative mit dem Ministerium sollen die Produktion und der Nährwert von Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln und Reis in Entwicklungsländern gesteigert werden. Das Ministerium und die Gates-Stiftung wollen zudem gemeinsame Richtlinien für die Zusammenarbeit mit der Industrie bei der Hungerbekämpfung erarbeiten. Zudem soll das Bewusstsein für gesunde Ernährung erhöht werden.

Entwicklungsminister Dirk Niebel nannte es "inakzeptabel", dass weltweit 870 Millionen Menschen hungerten und über ein Milliarde Menschen unter Mangelernährung litten. Ernährungssicherung sei eine Herkulesaufgabe, die nicht allein zu bewältigen sei. "Deshalb bündeln wir gemeinsam mit Bill Gates und der Wirtschaft die Kräfte gegen den Hunger in der Welt." Die ländliche Entwicklung sei der Schlüssel beim Kampf gegen Hunger und Mangelernährung.

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Millionenpaket für Hungerhilfe

Zugleich kündigte der Minister an, dass die Bundesregierung in den kommenden fünf Jahren 100 Millionen Euro für die Impfung gegen Kinderlähmung aufwenden werde. Ziel sei es, diese Krankheit auszurotten. Auch die Gates-Stiftung engagiert sich im Kampf gegen Polio.

Gates begrüßt Führungsrolle Deutschlands

Gates würdigte die führende Rolle Deutschlands beim Kampf gegen den Hunger. Vor dem Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ermahnte der US-Multimilliardär zugleich die europäischen Staaten, trotz Sparzwängen und der Eurokrise weiter ausreichende Mittel für die Entwicklungspolitik bereitzustellen.

Liam Condon, Vorstandsvorsitzender der Bayer CropScience AG, sagte im Namen der beteiligten Unternehmen, sie wollten mit ihrer Expertise und Finanzmitteln zur Ernährungssicherheit auf globaler Ebene beitragen. Das Ministerium und die 35 in der "German Food Partnership" zusammengeschlossenen Unternehmen vereinbarten, gemeinsam die Produktion wichtiger Nahrungsmittel wie Reis und Kartoffeln zu fördern. Hierzu wurde unter anderem die sogenannte Asian German Better Rice Initiative ins Leben gerufen, die in Indonesien, Vietnam, Thailand und den Philippinen die Produktion von Reis fördern, aber auch die Qualität des Getreides sowie die Ausbildung der Reisbauern verbessern soll.

kle/sti (epd, dpa, afp, dapd, kna)

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