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Nico Rosberg holt Pole in Suzuka

26. September 2015

Nico Rosberg fuhr bei der Formel-1-Qualifikation die schnellste Runde - diesmal im Trockenen. Nach verregneten Trainingsrunden ist Mercedes jetzt dort, wo man das deutsche Team in dieser Saison kennt: vorn.

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Beim Großen Preis von Japan fährt Formel1-Pilot Nico Rosberg aus der Boxengassen in seine Runde der Qualifikation auf der Rennstrecke Suzuka. (Foto: REUTERS/Toru Hanai)
Bild: Reuters/T. Hanai

Angeführt von Nico Rosberg, hat das deutsche Werksteam Mercedes vorerst wieder die alten Verhältnisse in der Formel 1 hergestellt. Der Silberpfeil-Pilot fuhr - wie auch schon vor einem Jahr - in der Qualifikation zum Großen Preis von Japan die schnellste Runde und sicherte sich damit die Pole Position. Zweiter wurde Weltmeister und Teamkollege Lewis Hamilton.

Verfolger Sebastian Vettel musste sich nach seiner ersten Pole für Ferrari vor einer Woche und dem Sieg in Singapur mit dem vierten Platz zufriedengeben. Auf Vettel, der in Singapur noch rund anderthalb Sekunden schneller als die Silberpfeile war, fuhren beide Mercedes-Piloten nun wieder einen Vorsprung von über einer halben Sekunde raus. "Singapur war eine große Überraschung, hier ist alles wieder normal. Gerade das Ende der Session hat uns Mut gegeben. Aber wenn alles normal läuft, werden sie vorn sein", sagte Vettel, der sich allerdings auch noch vom finnischen Williams-Piloten Valtteri Bottas geschlagen geben musste. Der viermalige Suzuka-Sieger und Weltmeister Vettel hatte die Rückkehr zu den alten Machtverhältnissen schon bei seiner Ankunft in Japan prophezeit.

Kwjat-Crash in letzter Minute

Inständig gehofft hatten es die beiden Mercedes-Piloten. "Das ist ein gutes Comeback für unser Team. Das ist jetzt schon eine Erleichterung", sagte Rosberg. Er widmete die 17. Pole in seiner Karriere seiner Mutter: "Die Pole Position ist für deinen Geburtstag." Ob Hamilton ihm den besten Startplatz bei seinem zweiten Versuch in den letzten Sekunden noch einmal hätte abnehmen können, blieb offen.

Ein heftiger Unfall des Red-Bull-Piloten Daniil Kwjat 36 Sekunden vor dem Ende ließ keine schnelle Runde mehr zu. Der Russe kam auf trockener Strecke mit seinem Rennwagen vom Kurs ab. Das Auto krachte mit dem Heck in die Leitplanken und überschlug sich. Die linke Hälfte des Red Bulls wurde dabei praktisch abgerissen. Kwjat stieg aber aus eigener Kraft und offensichtlich unverletzt aus dem Wrack.

Nach einem Unfall wird das zerstörte Autowrack des Red-Bull-Piloten Daniil Kwjat mit einem Kran abtransportiert (Foto: picture-alliance/Hoch Zwei)
Unverletzt steigt Daniil Kwjat aus dem Red-BullBild: picture-alliance/Hoch Zwei

Technische Probleme bei Mercedes

Hamilton blieb damit kein weiterer Versuch mehr, die Zeit von Rosberg zu unterbieten und seine 50. Pole zu holen. "Das spielt auch keine Rolle mehr", meinte er cool. In der Unterkunft des Rennstalls an der Strecke erzählte er später noch gut gelaunt und sichtlich entspannt, dass die Runde richtig gut wesen sei, wohl die beste, die er jemals auf dem Kurs hinbekommen habe. Dass er sie nicht zu Ende fahren konnte wegen des Unfalls, störte ihn auch drei Stunden später wenig. Im Gegenteil: "Sie gibt mir das Gefühl, dass ich die Geschwindigkeit drauf habe."

Rosberg hatte ganz zu Beginn des Qualifyings angespannt geklungen. "Es gibt ein Problem", funkte er. Als er seinen Mercedes zu Beginn der einstündigen K.o.-Ausscheidung aus der Garage steuerte, habe dieser mit großer Verzögerung reagiert. Das Problem trat aber offensichtlich sonst nicht mehr auf - ebenso wenig der Einbruch von Singapur. "Hier haben wir zur Form zurückgefunden", betonte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, dessen britischer Fahrer Hamilton mit 41 Punkten Vorsprung auf Rosberg im Klassement und 49 Zählern mehr als Vettel in den 14. Saisonlauf an diesem Sonntag (07.00 Uhr MESZ) startet. Allerdings nur von Rang zwei.

Pab/jj (dpa, sid)