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Deutschlehrer-Info

Nichts Neues bei der Namenswahl

Unter werdenden Eltern wird kaum etwas so kontrovers diskutiert wie die Vornamen des künftigen Nachwuchses. Umso überraschender, dass sich an der Beliebtheit bestimmter Namen in Deutschland seit Jahren nur wenig ändert.

Die Spitzenreiter unter den vergebenen Vornamen waren 2015 dieselben wie im Vorjahr und im Jahr davor: Prozentual die meisten Eltern nannten ihre Kinder Sophie (3,2 Prozent) und Maximilian (1,52 Prozent) – unter den Top 3 sind diese Namen damit sogar schon zum 15. bzw. 12. Mal. Dahinter rangieren, ebenfalls wie 2014, Alexander und Marie. Junge Eltern sind offenbar nicht immer mutig und einfallsreich, sondern an diesem Punkt oft konservativ. Auf Platz drei der Rangliste, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache mitteilte, folgen Elias und Sofia.

Die Klassiker unter den Vornamen sind im Prinzip auf den vorderen zehn Plätzen gleich geblieben, wie die Wiesbadener Sprachforscher festgestellt haben. Es gab nur leichte Verschiebungen. So ist der Ende der 90er Jahre beliebte Name Leon wieder von Platz acht auf Platz fünf vorgerückt. Jonas gehörte 2015 erstmals wieder zu den zehn populärsten Jungennamen.

Unterschied bei Erstnamen

Bei dem Ranking geht es um die Gesamtheit der vergebenen Vornamen, also auch um den zweiten und alle weiteren Vornamen. Schaut man sich nur die Erstnamen an, sieht die Reihenfolge etwas anders aus: Bei den Jungennamen hat Jonas Louis/Luis an der Spitze der Liste abgelöst und liegt vor Maximilian und Ben. Bei den Mädchennamen belegt Mia den Spitzenplatz vor Emma und Hanna/Hannah, der im letzten Jahr auf Platz eins kam.

Seit einigen Jahren ist auffällig, dass alte Vornamen, die bereits vor etwa 100 Jahren modern waren, eine Renaissance erleben. Namen wie Karl, Anton oder Emil bei den Jungen und Greta oder Frieda bei den Mädchen sind auf Spielplätzen in Deutschland mittlerweile wieder oft zu hören.

Rangliste der türkisch-arabischen Namen

Erstmals ermittelten die Sprachforscher auch eine Liste der beliebtesten türkisch-arabischen Vornamen in Deutschland. Dort führen die Namen Elif (Platz 64 auf der Gesamtliste), Layla/Leyla (75) und Nour/Nur (101) bei den Mädchennamen die Liste für 2015 an. Bei den Jungen steht Muhammed (Platz 41 auf der Gesamtliste) auf Platz eins, gefolgt von Ali (73) und Malik (127).

Seit 1977 ermittelt die Gesellschaft für deutsche Sprache jedes Jahr die Rangliste der populärsten Babynamen. Die Sprachforscher werteten für 2015 die Daten von 650 Standesämtern in Deutschland aus, insgesamt 940.000 Nameneintragungen. Damit erfassten sie mehr als 90 Prozent aller in diesem Jahr vergebenen Vornamen.

hm/ip (dpa, kna)

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