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Frankreich

"Nichts ist gewonnen" für Macron

Nach seinem Erfolg in der ersten Runde der französischen Präsidentenwahl bemüht sich Emmanuel Macron darum, sich mit Blick auf die Stichwahl nicht zu siegesgewiss zu geben. Auch der scheidende Staatschef Hollande warnt.

"Nichts ist gewonnen, man muss kämpfen", sagte der sozialliberale Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron bei einem Wahlkampftermin nahe Paris. "Niemand hätte mich vor anderthalb Monaten als Sieger (der ersten Wahlrunde) gesehen, ich bin das lebende Beispiel dafür, dass die Prognostiker Unrecht haben."

60:40?

Der europafreundliche Macron hatte am Sonntag unter den insgesamt elf Bewerbern mit 24 Prozent die meisten Stimmen erzielt, Platz zwei belegte EU-Gegnerin Marine Le Pen mit 21,4 Prozent.

Marine Le Pen (Reuters/P. Rossignol)

Glaubt an ihren Stichwahl-Sieg: Marine Le Pen

In der Stichwahl am 7. Mai entscheidet sich, ob der parteilose Reformpolitiker oder die Rechtspopulistin vom Front National die Nachfolge des sozialistischen Staatschefs François Hollande antreten wird. Umfragen sehen Macron im Duell mit Le Pen bei mindestens 60 Prozent.

"Noch nichts erreicht"

Nach der ersten Wahlrunde hatten viele Kommentatoren Macron vorgeworfen, er halte seinen Sieg in der Stichwahl wohl für allzu sicher. Dieser Eindruck wurde auch dadurch verstärkt, dass der 39-Jährige seinen Erfolg bei Austern und Champagner in einem Pariser Lokal feierte. Dazu erklärte Macron nun in einem Interview mit dem Fernsehsender France 2, er verspüre deswegen "keine Reue". Er gehorche nicht dem "Diktat eines Konformismus, der einem sagt, wo man hingehen soll". Die Gäste bei der Feier seien vornehmlich Wahlkämpfer gewesen, die einen Abend Auszeit verdient hätten.

Hollande warnte ebenfalls davor, eine klare Niederlage Le Pens als gegeben anzusehen. "Es ist noch nichts erreicht", betonte der scheidende Präsident. "Eine Wahl muss man sich verdienen."

wa/qu (afp, dpa)

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