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Afrika

Nicht nur Fußbälle im Gepäck

Erstmals reist der deutsche Bundespräsident nach Südafrika. Ein Land, das er als "Motor der Entwicklung" in Afrika betrachtet. Eine weitere Station der Reise ist Mali.

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Freut sich auf den Besuch:
Thabo Mbeki

Johannes Rau hat seit langem nicht nur politische, sondern darüber hinaus auch persönliche Verbindungen in diesen Teil der Welt, zum Beispiel zum Afrikanischen Nationalkongress ANC und dem legendärem Nelson Mandela, aber auch zu den Kirchen in Südafrika. Und schließlich ist die Tagebauregion um Middelburg, im Norden der Republik, Partnerprovinz des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen - des Bundeslandes, in dem Rau einst viele Jahre Ministerpräsident gewesen ist. Rau wird, wie es im Präsidialamt in Berlin hieß, vielen Bekannten aus alten Tagen begegnen, darunter einer ganze Reihe von Menschen, für deren Freilassung er sich während des Apartheid-Regimes eingesetzt hatte.

Während des dreitägigen Aufenthaltes trifft er mit Staatspräsident Thabo Mbeki zusammen, er wird die deutsche Schule in Pretoria besuchen, ein Aids-Projekt der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und ein Ausbildungszentrum in Soweto/Johannesburg, das "Institute for Democracy in South Africa". Geplant ist auch ein Aufenthalt im Krüger-Nationalpark sowie eine Rede im neuen Apartheid-Museum in Johannesburg, das erst im März offiziell eröffnet werden soll.

Große Wirtschaftsdelegation

Nicht nur die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Südafrika seien gut, heißt es im Präsidialamt. Es gebe auch ein Kulturabkommen, das auf vielfältige Weise mit Leben erfüllt werde. Nicht zuletzt durch das Engagement der Evangelischen Kirche.

Der Bundespräsident wird von einer großen Wirtschaftsdelegation, von Bundestagsabgeordneten sowie Staatssekretären aus dem Auswärtigen Amt und dem Entwicklungshilfeministerium begleitet.

Mali - das Armenhaus Afrikas

Von Südafrika aus reist er weiter ins westafrikanische Mali - eines der ärmsten Länder der Welt. Auch hier betont die deutsche Seite die guten Beziehungen. Man lobt vor allem die Fortschritte, die unter Präsident Alpha Oumar Konare bei der Demokratisierung erreicht worden seien und würdigt die im Lande herrschende Pressefreiheit. Mali ist ein muslimisch geprägter Staat, in dem Politik und Religion getrennt werden. Johannes Rau wird daher nicht nur mit der politischen Führung des Landes - Präsident Konare, Premierminister Mande Sidibe und anderen - zusammenkommen. Er trifft auch religiöse Würdenträger. Ferner steht die Besichtigung von Entwicklungsprojekten auf dem Programm, Gespräche an der Universität in Bamako sowie ein Ausflug ins Land, nach Timbuktu und ins Dogon-Gebiet.

Zur Zeit werden in Bamako die afrikanischen Fußballmeisterschaften ausgetragen. Der deutsche Bundespräsident und seine Begleitung haben die Möglichkeit, am 24. Januar das Spiel Mali gegen Nigeria zu erleben. Zwischen Deutschland und Mali gibt es durchaus besondere Sportbeziehungen: Zwei malische Fußballer gehören der Erstligamannschaft SC Freiburg an. Rau hat sich auch für diesen Termin gut gerüstet: Er bringt dem Kicker-Nachwuchs in Mali einen ganzen Sack voller Fußbälle mit.

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