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Gesundheit

Nicht das Gelbe vom Ei - das Insektizid Fipronil

Der Skandal um Eier, in denen das Insektizid Fipronil nachgewiesen wurde, zieht weitere Kreise. Offenbar stammen die Eier nicht nur aus Betrieben in Belgien und den Niederlanden, sondern auch aus Deutschland.

Fipronil ist ein Insektizid - und gehört keinesfalls in Tierställe. Eigentlich. Denn ein Reinigungs- und Desinfektionsmittel mit dem Namen "Dega 16" war vermutlich mit Fipronil in Verbindung gekommen, wodurch es auch in die Ställe gelangt ist. Das Mittel wurde zur Schädlingsbekämpfung auch in Niedersachsen nachgewiesen. In dem Bundesland werden nun  flächendeckend Eier auf mögliche Rückstände von Fipronil untersucht. Betroffene Betriebe wurden gesperrt.

Was ist Fipronil?

Fipronil ist ein Insektizid. Es wir als Pflanzenschutzmittel eingesetzt und in der Tiermedizin gegen Flöhe, Läuse, Zecken, Schaben und Milben. Bei Tieren, die Lebensmittel liefern, darf es nicht verwendet werden. Bei Nutztieren - dazu gehören auch Hühner - ist die Anwendung nicht zulässig. Auch für Honigbienen ist Fipronil gefährlich. Um sie zu schützen, darf das Insektizid zur Saatgutbehandlung von Mais schon seit geraumer Zeit nicht mehr verwendet werden.

Wie gefährlich ist Fipronil?

Das Mittel kann über die Haut aufgenommen werden, aber auch oral. Der Verzehr von Eiern, die mit Fipronil belastet sind, kann zu Schäden an Leber und Nieren und an der Schilddrüse führen. Das gilt allerdings nur, wenn man das Mittel in extrem hohen Dosen aufnimmt. Dann kann es zu Haut- und Augenreizungen kommen. Übelkeit und Erbrechen können auftreten. Der Orientierungswert für Erwachsene liegt laut Bundesinstitut für Risikobewertung bei bis zu drei Eiern in der Woche. Verarbeitete Eier sind dabei schon mitgerechnet.

Die Werte, die derzeit in den betroffenen Eiern gemessen werden, sind allerdings nicht besonders hoch und daher für Erwachsene nicht gefährlich. Behörden und Experten raten allerdings dazu, Kinder keine belasteten Eier essen zu lassen.

Wie kommt Fipronil ins Ei?

Sind Tiere von Ungeziefer befallen und werden dagegen mit Fipronil behandelt, können sie das Mittel über ihre Haut aufnehmen - im Falle von Hühnern auch über das Gefieder. Rückstände finden sich dann auch in den entsprechenden Produkten der Tiere und können dann beispielsweise in Eiern nachgewiesen werden. Durch das Reinigungs- und Desinfektionsmittel Dega 16 ist Fipronil in die Tiere gelangt und damit auch in die Hühnereier. 

Wie erkennt man ein mit Fipronil belastetes Ei?

In der Europäischen Union ist jedes Ei gekennzeichnet. So können die Verbraucher nachvollziehen, aus welchem Land das Ei stammt und auch aus welchem Betrieb.