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Syrien

NGO meldet 16 Tote bei Luftangriff auf syrisches Gefängnis

Der Angriff auf das Gefängnis im Nordwesten Syriens soll vermutlich von der russischen Luftwaffe geflogen worden sein. Die Region rund um die Stadt Idlib steht unter der Kontrolle von Rebellen.

Assad Air Force (picture alliance/AA/D.al Din)

Trotz vereinbarter Waffenruhe fliegt die syrische Luftwaffe Angriffe auf Rebellengebiete (Archivbild)

Nach Angaben der Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden mindestens 16 Menschen getötet. Unter den Toten der nächtlichen Angriffe seien Häftlinge und Gefängniswärter. Die in London ansässige oppositionsnahe Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk von Aktivisten vor Ort. Sie sind von unabhängiger Seite schwer zu überprüfen.

Der Luftangriff sei vermutlich von russischen Kampfjets geflogen worden, teilte die Beobachtungsstelle mit. Die Aktivisten bestimmten die Zugehörigkeit von Kampfjets nach Typ, Ort, Flugmustern und eingesetzter Munition. Russland hatte im September 2015 militärisch in den Syrien-Konflikt eingegriffen und unterstützt die Truppen von Präsident Baschar al-Assad.

NGO: Insassen bei der Flucht aus Gefängnis erschossen

Der Beobachtungsstelle zufolge seien einige der Opfer erschossen worden: Sie hatten versucht nach der Bombadierung aus dem Gefängnis zu fliehen. Die Provinz Idlib gilt als Rebellenhochburg. Flüchtlinge aus anderen - von der syrischen Armee bereits eingenommenen - Rebellengebieten suchen dort immer wieder Zuflucht. Teile Idlibs sind von der durch die Türkei unterstützten Rebellen besetzt, in anderen Teilen dominiert der vormals syrische Ableger der Terrororganisation Al-Kaidas, die Al-Nusra-Front.

Sowohl die syrischen Streitkräfte und ihre russischen Verbündeten als auch die US-geführte Anti-IS-Koalition fliegen Luftangriffe in Nordsyrien. Im Januar flog zudem die Türkei dort erstmals gemeinsame Luftangriffe mit Russland. Seit Dezember gilt in Syrien eine Waffenruhe, die jedoch nicht eingehalten wird. Der Kampf gegen Dschihadisten der Terrormiliz "Islamischer Staat" ist von der Waffenruhe ausgenommen.

myk/cr (afp, dpa, rtre)

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