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Deutschlehrer-Info

New Yorks deutsche Vergangenheit

Die Geschichte New Yorks ist geprägt durch Hunderttausende deutscher Einwanderer. Ein Projekt des Goethe-Instituts in New York ermöglicht es nun, deren längst vergessene Spuren per Smartphone wiederzuentdecken.

The Brooklyn Bridge majestically spans the East River and frames part of the Manhattan skyline in this striking night photo taken from the Brooklyn side of the river on May 15, 1958. When it opened in 1883 it was the largest suspension bridge in the world and the first to incorporate steel-wire in its construction. (AP Photo/Hans Von Nolde)

AP Iconic Images Brooklyn Bridge

Henry Steinway und John Jacob Astor sind zwei bekannte und berühmte Amerikaner. Nur wenige wissen allerdings, dass sie eigentlich Heinrich Steinweg beziehungsweise Johann Jakob Astor hießen. Denn sie waren deutsche Auswanderer. Der Klavierbauer Steinway kam aus Niedersachsen und Astor, der mit Pelzhandel und Immobilien zu einem der reichsten Männer der USA wurde, aus der Pfalz. Beide gehörten zu den Hunderttausenden von Deutschen, die vor allem im 19. Jahrhundert in die USA auswanderten.

Viele Geschichten über deutsche Einwanderer in New York sind inzwischen in Vergessenheit geraten. Das Goethe-Institut in New York hat nun die Spuren deutscher Vergangenheit, die in der Stadt zu entdecken sind, zusammengetragen und auf ihrer Website "German Traces" aufbereitet. Wer will, kann in einem Rundgang etwa 40 Stätten besuchen. Die mobile Webseite bietet zu jedem historischen Ort einen Audiobeitrag und ein Quiz an. Mit der sogenannten "Augmented-Reality-Anwendung" werden bei einem Stadtrundgang vor Ort sogar historische Ansichten eines Gebäudes, einer Brücke oder eines Parks über das Kamerabild des Smartphones gelegt.

Viel zu erkunden gibt es vor allem im heutigen East Village und an der Lower East Side in Manhattan. Ende des 19. Jahrhunderts hieß diese Gegend "Kleindeutschland". Zu dieser Zeit hatte jeder dritte Bewohner New Yorks deutsche Wurzeln. In "Kleindeutschland" lebten damals 250.000 deutschsprachige Menschen. Anfang des 20. Jahrhunderts verteilte sich diese Volksgruppe dann allmählich auf andere Stadtgebiete.

Ziel des Projektes ist laut Projektleiterin Brigitte Doellgast, auf einfache Weise den Menschen die Beziehung zwischen New York und Deutschland zu veranschaulichen. Übrigens, wer über die Brooklyn Bridge fährt, sollte wissen: Entworfen wurde sie vom gebürtigen Deutschen Johann August Röbling.

ip/bw (dpa)