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Reise

New Yorker Waldorf Astoria schließt

Das Waldorf Astoria in New York, eines der traditionsreichsten Luxushotels der Welt, wird wegen Renovierungsarbeiten für mehrere Jahre geschlossen.

Die Arbeiten sollen am Mittwoch beginnen und zwei oder drei Jahre lang dauern, teilte die chinesische Versicherungsgruppe Anbang mit. Die hatte das Hotel 2014 von der Hotelkette Hilton für 1,95 Milliarden Dollar (1,84 Milliarden Euro) gekauft. Nach der Renovierung soll nur noch ein kleiner Teil des Gebäudekomplexes als Hotel genutzt werden.

Ein Umbauplan für das Hotel an der Park Avenue in Manhattan wurde nicht veröffentlicht. Es wird aber damit gerechnet, dass ein großer Teil der Hotelzimmer in Luxus-Appartements umgewandelt wird. Das Erdgeschoss soll künftig vornehmlich schicke Boutiquen beherbergen.

Das Waldorf Astoria an seinem jetzigen Standort war 1931 eröffnet worden. Mit mehr als 1400 Zimmern war es damals das größte Hotel der Welt. Zu seinen Gästen zählten Showgrößen wie Marilyn Monroe, Grace Kelly oder Brad Pitt und Politiker wie der ehemalige US-Präsident Barack Obama. Regierungs- und Staatschefs aus aller Welt wohnten während der alljährlichen Generaldebatte am nahe gelegenen Sitz der Vereinten Nationen gerne in dem Hotel.

"Es ist ein Ort, zu dem die Menschen emotionale Verbindungen aufgebaut haben", sagte die langjährige Hotelsprecherin Shelley Clark der "New York Times". "Die Menschen haben Erinnerungen an diesen Ort. Sie haben hier geheiratet, Feste gefeiert oder sind auf ihren ersten großen Ball gegangen. Es hatte Einfluss auf viele Generationen." Das Hotel war damals das größte, höchste und teuerste der Welt und nach ihm ist ein Salat mit Äpfeln, Sellerie, Walnüssen und Mayonnaise benannt.

Die Art-Déco-Fassade des Hotels steht unter Schutz. Die Innenräume könnten durch den Umbau aber grundlegend verändert werden. Die Räume sind in die Jahre gekommen. Gäste hatten sich zuletzt wiederholt über abblätternde Farbe, nicht zeitgemäße Einrichtung und mangelnde Sauberkeit beschwert.

is/ks (afp, dpa)