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Wirtschaft

New York zieht deutsche Aktien ins Minus

Trotz guter Zahlen einiger US-Unternehmen und einem überraschend positiven amerikanischen Konjunkturindex für Dezember brachen in Frankfurt die Kurse ein.

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Weist Amazon den Weg?

Bis zum Nachmittag lagen die deutschen Börsenbarometer noch gut im Plus. In den USA hatten einige Unternehmen, darunter der Internet-Buchhändler Amazon, gute Zahlen vorgelegt. Auch der amerikanische Konjunkturindex für Dezember war besser ausgefallen als erwartet. Nach Angaben von Händlern setzten danach jedoch Gewinnmitnahmen in New York ein, die auch den Frankfurter Markt belasteten. Der DAX schloß bei 5046 Punkten, ein Minus von 0,5 Prozent. Auch der Nemax-50 am Neuen Markt beendete den Tag mit Verlusten. Der Schlußstand hier: 1154 Zähler, ein Minus von 0,8 Prozent.

Börsenhändler in Frankfurt

Unter den Standardwerten hielten sich die Technologiewerte, die am Vortag noch kräftig gebeutelt worden waren, lange auf der Gewinnerseite. Doch im späten Handel mußten auch sie den größten Teil der Gewinne wieder abgeben. Für Infineon blieb zum Schluß zumindest ein Plus von knapp einem Prozent.

Das wird die Aktionäre des Halbleiter-Herstellers kaum besänftigt haben. Die machten ihrem Ärger über die Entwicklung des Unternehmens auf der Hauptversammlung Luft und warfen dem Vorstand vor, er habe zu spät auf die schwerste Krise in der Geschichte der Chipbranche reagiert.

Fast zwei Prozent verloren hat die Aktie der Lufthansa. Zum einen hatte die Pilotenvereinigung Cockpit die Tarifverhandlungen mit der Lufthansa-Tochter City Line für gescheitert erklärt. Außerdem hat die Lufthansa Ärger mit dem Kartellamt und schließt einen Rechtsstreit nicht aus. Die Behörde verdächtigt die Fluglinie, Preisdumping zu betreiben, um kleinere Konkurrenten auszuschalten.

Stirnrunzeln löste die Kursentwicklung der Fresenius-Aktie aus. Der Medizintechnik-Konzern konnte eine Zusammenarbeit mit dem US-Biotech-Unternehmen Amgen bekanntgeben, trotzdem fiel der Kurs der Aktie auf den niedrigsten Stand seit Herbst 99. Viele Händler waren darauf ziemlich ratlos. Andere verwiesen dagegen auf Gerüchte, die Aktie könnte aus dem Deutschen Aktienindex herausfliegen. Das Papier von Fresenius schloß mit fast drei Prozent im Minus und war damit Schlußlich im DAX. Die Papiere des Pharma-Unternehmens Altana, das als DAX-Nachrücker gehandelt wird, verteuerten sich dagegen um über drei Prozent.

Der Rentenmarkt präsentierte sich schwächer. Der Bund-Future gab 0,4 Prozent auf 108,26 Punkte nach. Der Rentenmarkt-Index REX verlor 0,21 Prozent auf 113,41 Zähler. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 4,66 Prozent fest, zwei Basispunkte höher als am Montag.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 80,25 -1,75
Allianz 263,10 -0,89
BASF 43,20 -0,15
Bayer 35,50 -0,50
Bay. HypoVereinsbank 35,23 0,33
BMW 37,75 0,14
Commerzbank 18,60 0,10
DaimlerChrysler 46,05 -0,19
Degussa 30,45 -0,10
Deutsche Bank 76,06 -0,44
Deutsche Post 15,76 0,13
Deutsche Telekom 17,70 0,02
E.ON 58,40 -0,40
Epcos 45,51 0,09
Fresenius Medical Care 64,10 -1,79
Henkel 62,50 -0,50
Infineon Technologies 23,05 0,20
Linde 45,92 -0,03
Lufthansa 17,19 -0,28
MAN 25,80 -0,63
Metro 41,15 -0,47
MLP 72,00 -3,30
Münchener Rück 276,35 1,25
Preussag 33,60 0,33
RWE 43,00 -0,35
SAP 156,00 -1,00
Schering 59,50 0,07
Siemens 68,96 -1,53
ThyssenKrupp 16,00 -0,42
VW 50,31 0,51

Die Referenzkurse der europäischen Zentralbank für einige Devisen: Ein Euro entspricht

0,8830 US- Dollar
118,53 japanische Yen
0,6184 britische Pfund

  • Datum 22.01.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1jnr
  • Datum 22.01.2002
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