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Cyber-Kriege

"New York Times": Obama befahl Cyberangriffe auf Nordkorea

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama soll einem Zeitungsbericht zufolge in seiner Amtszeit eine Reihe von Cyberangriffen auf das nordkoreanische Raketenprogramm angeordnet haben. Sein Nachfolger Trump sei informiert.

US-Präsident Obama mit Fernglas an Grenze zwischen Süd- und Nordkorea

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama 2012 an Grenze zwischen Süd- und Nordkorea (Archivbild)

Nachdem festgestellt worden sei, dass die Raketenabwehrsysteme nicht als Schutz für die USA  ausreichen, seien die Attacken 2014 gestartet worden. Das berichtet die Zeitung "New York Times" basierend auf einer monatelangen Recherche und Interviews mit Mitgliedern der Regierung von Obama und seinem Nachfolger Donald Trump.

Nordkoreas wiederholte Tests hätten Obama entscheiden lassen, Raketen bereits vor Teststarts ins Visier zu nehmen. Nachdem die USA diese Strategie umgesetzt hätten, seien einige Raketenstarts misslungen oder die Geschosse seien vom Kurs abgekommen. Obama habe seinen Nachfolger Donald Trump gewarnt, das nordkoreanische Atomprogramm sei die größte internationale Herausforderung, hieß es in dem Bericht weiter.

Trumps Berater würden nun Optionen abwägen, unter anderem auch eine Fortsetzung der Cyberangriffe. Einzelheiten der Programme seien aus Rücksicht auf nationale Sicherheitsinteressen nicht veröffentlicht worden. Die Vereinten Nationen hatten die Sanktionen gegen Nordkorea im November verschärft. Zwei Monate zuvor hatte das abgeschottete Land seinen fünften Atomtest durchgeführt.

myk/cgn (dpa, afp, NYT)